Was passiert, wenn Kannibalen Menschen essen, die ebenfalls bereits Menschen aßen? Laut Forschern steigt das Krankheitsrisiko dann exponentiell. Was der eigentliche Grund dafür sei, dass Kannibalismus zum Tabu wurde.

02.07.2026, 11.44 Uhr

Menschliches Skelett aus Ausgrabungen (Symbolbild): Wenn Kannibalen andere Kannibalen essen, erhöht dies das Krankheitsrisiko

Kannibalismus wurde in menschlichen Gesellschaften nicht aus instinktiver Abneigung zum Tabu – sondern weil er für die Bevölkerungsgruppen, die ihn praktizieren, schädlich ist. Das haben Forschende aus Polen und der Tschechischen Republik herausgefunden.

Wenn Menschen andere Menschen verspeisen, führt das zu Krankheiten und Epidemien, was laut den Forschenden ganze Populationen zu Fall bringen kann. »Wir haben den menschlichen Körper als potenzielle Nahrungsquelle betrachtet und dabei sowohl den Energiegewinn als auch die versteckten Kosten analysiert«, sagt Michał Misiak von der Universität Breslau in einer Mitteilung der Uni. Ergebnis: Biologisch gesehen bringe Kannibalismus schlicht keinen Nutzen.