Bob Hanning ist Handballer. Trotzdem meldet sich der Geschäftsführer der Füchse Berlin lautstark zum frühen WM-Aus der deutschen Fußballer zu Wort. In seiner BILD-Kolumne rechnet der 57-Jährige mit dem Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann ab, das im Sechzehntelfinale ausgerechnet an Paraguay scheiterte.Sein Ton ist wütend. Hanning schreibt, ihm koche noch immer das Blut in den Adern. An einen ähnlich schwachen Turnierauftritt einer deutschen Auswahl könne er sich nicht erinnern.
„Satt, träge und selbstgerecht“
Für Hanning ist die Nationalmannschaft 2026 mehr als eine sportliche Enttäuschung. Er sieht in ihr ein Abbild des Landes: „satt, träge und selbstgerecht“. Die Maxime laute, weniger zu leisten und mehr zu bekommen. Sein Fazit: „Der Lack ist ab.“Besonders die „Family Days“ im deutschen Camp bringen ihn auf. Familientage während einer Weltmeisterschaft – für den Füchse-Boss ein Sinnbild verlorener Ernsthaftigkeit.Er verweist auf sein eigenes Team. Als Nationaltrainer Italiens habe er seine Handballer vor die Wahl gestellt: Familie zuerst oder volle Konzentration auf die sportliche Aufgabe. Die Mannschaft habe sich für den Leistungsgedanken entschieden und die WM-Qualifikation geschafft.








