Im seit Jahren andauernden Patentstreit zwischen Apple und dem Auswerter Optis, der einer Private-Equity-Firma aus New York gehört, hat der iPhone-Hersteller das oberste Gericht Großbritanniens angerufen – und die Anhörung dort ist bereits abgeschlossen. Das berichtet die Financial Times. Zuletzt war Apple verurteilt worden, insgesamt gut 500 Millionen US-Dollar an Optis zu zahlen. Dabei geht es um zentrale Mobilfunktechnologien. Optis wollte ursprünglich sogar Milliarden von Apple. 2023 gelang es vor dem High Court in London allerdings nur, eine Zahlung von 56 Millionen Dollar zu erreichen. Die Summe wurde vom Berufungsgericht (Court of Appeal) dann aber verneunfacht.

Apple, Intel und Hollywood gegen Optis und Qualcomm

Zuvor hatte sich Google mit Optis geeinigt, was der Court of Appeal als Anhaltspunkt nahm. Apple soll demnach Lizenzzahlungen zahlen, die bis ins Jahr 2013 zurückreichen. Der High Court wollte die Zahlung auf sechs Jahre einschränken. Optis hatte sich ein Patentportfolio wichtiger Entwickler wie Samsung, Ericsson und Panasonic gesichert und beutet dieses nun aus. Es gab Verhandlungen mit Apple, die bereits vor sieben Jahren scheiterten. Der Gang vor das oberste britische Gericht wird von Intel und mehreren Hollywoodstudios unterstützt, schreibt die FT.