Beim Brand des Dachstuhls des Helene-von-Bülow-Klinikums in Ludwigslust nahe Schwerin sind zwei Menschen gestorben. „Wir haben zwei Tote“, sagte eine Sprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Bei den Opfern handelt es sich um Patienten. Einer der beiden war zunächst wiederbelebt worden, allerdings erfolglos.Am frühen Morgen hatte die Einsatzleitstelle der Polizei zunächst von 34 Verletzten gesprochen. Inzwischen heißt es vom Landkreis Ludwigslust-Parchim, dass es nur einen Verletzten mit einer Rauchgasvergiftung gebe.Dass die Zahlen so stark voneinander abweichen, hat mit den Erstmeldungen vom Brandort an die Einsatzleitstelle zu tun. Dort wurden zunächst mehrere Dutzend Menschen gemeldet, die medizinisch untersucht werden sollten und dann im Laufe der Untersuchung als unverletzt eingestuft werden konnten, wie eine Polizeisprecherin sagte.Angaben zur Brandursache seien noch nicht möglich, hieß es. Ersten Erkenntnissen zufolge war es in einem Patientenzimmer zu dem Feuer gekommen. Ob die beiden Toten gemeinsam in dem Zimmer lagen, war zunächst unklar.Wie die Polizei mitteilte, wurde das Klinikum nach dem Brand vollständig evakuiert. Nach Angaben des NDR waren hiervon auch Nebengebäude betroffen. Der Dachstuhl hatte den Angaben zufolge gegen 4.30 Uhr Feuer gefangen. Die Lage vor Ort sei aktuell höchst dynamisch, hieß es am Morgen.Patienten und Krankenhausbeschäftigte wurden aus dem Gebäude gebracht. Wie viele Menschen aus dem Krankenhaus geholt wurden, war zunächst unklar. Die Patientinnen und Patienten würden an einem sicheren Ort auf dem Klinikgelände versorgt.Am Morgen schlugen Flammen und Rauch aus dem Dach des fünfgeschossigen Hauses. Auf der Wiese vor dem Gebäude saßen Menschen, die in Rettungsdecken gewickelt waren. Klinikbeschäftigte schoben Patienten aus dem Haus über das Krankenhausgelände.Einige Patienten konnten langsam selbst laufen, andere warteten in Rollstühlen und auf Bänken vor der Klinik auf das Ende des Einsatzes. Viele hatten Handtücher um ihre Schultern gelegt.Das Feuer sei „lokal begrenzt“, hieß es, in den nicht betroffenen Teilen der Klinik werde weitergearbeitet. Wie der NDR berichtete, war die Notaufnahme zeitweise nicht zugänglich, sei inzwischen aber wieder freigegeben worden. Für Angehörige wurde eine Hotline eingerichtet, die unter der Telefonnummer 03874 433502 zu erreichen ist.Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rostock waren Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei seit etwa 4.20 Uhr mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Im Umkreis komme es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Polizei schrieb von einem Großeinsatz.Der Internetseite des Helene-von-Bülow-Klinikums zufolge hat dieses 160 Betten. Es ist das einzige Krankenhaus in der Stadt, und es stellt als Akutklinik unter anderem die Grund- und Regelversorgung in der Region sicher. (dpa, AFP)