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Hitzewelle: Schon mehr als 800 Hitzetote in Deutschland Das Robert Koch-Institut schätzt die hitzebedingten Todesfälle bis zum 21. Juni auf rund 800. Und das schon bevor die extreme Hitzephase mit regional über 40 Grad begann.

02.07.2026 - 09:36 Uhr Artikel anhörenHitze im Seniorenheim: Rund 500 über 85-Jährige sind bis zum 21. Juni an der Hitze gestorben. Foto: Christoph Reichwein/dpaBerlin. Schon vor den schlimmsten Hitzetagen hat es in Deutschland nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) in diesem Jahr mehr als 800 hitzebedingte Todesfälle gegeben. Bis zum 21. Juni starben demnach rund 500 Menschen im Alter von 85 oder mehr Jahren hitzebedingt. Bei den 75- bis 84-Jährigen waren es etwa 190 Menschen, bei den 65- bis 74-Jährigen geschätzt 80 und bei denen unter 65 Jahren etwa 40.Typischerweise gebe es in Sommerwochen mit einer mittleren Temperatur über 20 Grad deutlich höhere Sterblichkeitswerte im Vergleich zu kühleren Sommerwochen, hieß es im RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität in diesem Sommer.In der Woche vom 15. bis 21. Juni lag der Durchschnitt über die Tages- und Nachttemperaturen dem RKI zufolge bei 21,1 Grad und damit oberhalb der Schwelle, ab der ein merklicher hitzebedingter Anstieg der Sterblichkeit zu erwarten ist.Hitzetote werden nicht klar statistisch erfasstErfasst ist in der aktuellen RKI-Schätzung die Entwicklung vom 6. April bis zum 21. Juni. Die extreme Hitzephase in Deutschland begann verbreitet erst in den Tagen danach, erste Daten zu hitzebedingten Todesfällen in dieser Zeit werden in der kommenden Woche vorgestellt.„In einigen Fällen, zum Beispiel beim Hitzeschlag, führt die Hitzeeinwirkung unmittelbar zum Tod, während in den meisten Fällen die Kombination aus Hitzeexposition und bereits bestehenden Vorerkrankungen zum Tod führt“, hieß es vom RKI.Klima Meere so warm wie noch nie um diese Jahreszeit Daher werde Hitze auf dem Totenschein normalerweise nicht als die zugrundeliegende Todesursache angegeben. Stattdessen werde das Ausmaß hitzebedingter Todesfälle mit Hilfe statistischer Methoden geschätzt.Neue Temperaturrekorde in DeutschlandDie Auswertung basiert demnach auf Daten des Statistischen Bundesamts zu Sterbefällen und Lufttemperaturdaten von 52 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), die auf Bundesland-Ebene gemittelt wurden. Die Zahlen der letzten neun bisher berücksichtigen Wochen können noch durch Nachmeldungen beeinflusst werden, wie es vom RKI hieß.Mit der Auswertung der Tage ab dem 21. Juni dürfte die Zahl erfasster hitzebedingter Todesfälle zudem deutlich steigen: Zum Monatsende hatte es eine außergewöhnlich intensive und anhaltende Hitzewelle mit regional über 40 Grad gegeben. Mehrfach waren Temperaturrekorde gebrochen worden. Verwandte Themen Deutschland2018 waren mehr als 8000, im Jahr darauf etwa 7000 hitzebedingte Sterbefälle erfasst worden, wie das RKI mitteilte. In den Jahren 2023, 2024 und 2025 waren es jeweils um die 3000 Fälle, 2021 unter 2000. „Diese Unterschiede können auf die unterschiedlich ausgeprägten Hitzeperioden zurückgeführt werden.“Die RKI-Daten zeigen zudem, dass mehr Frauen als Männer versterben – was sich auf den hohen Frauenanteil in den älteren Altersgruppen zurückführen lasse. dpa Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt