PfadnavigationHomeSportFußballWMDR KongoTrainer geschockt – Tod des Vaters auf der Pressekonferenz verkündetStand: 07:48 UhrLesedauer: 2 MinutenDie englische Nationalmannschaft zieht dank Harry Kane ins Achtelfinale ein. Die DR Kongo verteidigt ihren frühen Führungstreffer lange, doch in der Schlussphase rettet Harry Kane die Engländer. Sehen Sie die Highlights der Partie hier im Video.Nach dem WM-Aus des Kongos gegen England sorgt eine Szene auf der Pressekonferenz für Entsetzen. Vor den Augen der Medien verkündet der Pressesprecher den Tod von Sébastien Desabres Vater.Gut möglich, dass diese unsensible Aktion persönliche Konsequenzen haben wird. Die Demokratische Republik Kongo und der französische Trainer Sébastien Desabre hatten England im WM-Sechzehntelfinale lange am Rande einer Niederlage (1:2). Doch dann traf Bayern-Torjäger Harry Kane in der Schlussphase doppelt und rettete seine Mannschaft doch noch vor der Blamage und dem frühen WM-Aus. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel kam es zu einer unangenehmen Szene. Der kongolesische Pressesprecher Jerry Angengwa annoncierte den Tod des Vaters von Trainer Desabre.Nachdem die Pressekonferenz bereits rund sieben Minuten lief, sagte Angengwa zu den Journalisten: „Wir möchten mitteilen, dass der Trainer seinen Vater verloren hat. Unser Mitgefühl gilt ihm.“ Desabre schien davon sichtlich überrascht, ihm entglitten die Gesichtszüge, und er schaute den Pressesprecher rechts von sich auf dem Podium geschockt an. Dann bedankte sich Kongos Nationaltrainer für die Beileidsbekundung und warf seinem Pressesprecher noch zwei böse Blicke zu. Im Anschluss ging er, die Pressekonferenz wurde abgebrochen.Desabre war auf vielen Stationen in AfrikaUnklar ist, wann Desabre selbst die Nachricht erhielt. Laut des Radiosenders „Top Congo FM“ soll Desabre selbst erst kurz nach dem Spiel davon erfahren haben.Desabre war selbst nie Profi, sondern baute sich seine Trainerkarriere ohne eigenes fußballerisches Können auf. Er gilt als einer der erfahrensten europäischen Trainer im afrikanischen Fußball. Er arbeitete bei Vereinen und Nationalteams in mehreren Ländern, unter anderem Kamerun, Marokko und Uganda.Lesen Sie auchEr übernahm den Trainerposten bei den Kongolesen 2022. Nach dem sensationellen vierten Platz beim Afrika-Cup 2024 führte er die Afrikaner zu ihrer ersten WM-Teilnahme seit 52 Jahren (zuletzt 1974) – der größte Erfolg seiner Laufbahn.SUF