„Mach mal aus, mach mal aus“: Mit diesen Worten hat Maite Kelly beim Lausitzer Schlager-Sommer-Open-Air im sächsischen Löbau mitten im Song die Musik gestoppt. Die 46-jährige Schlagersängerin wollte den Fans vor der Bühne etwas Wichtiges sagen.Es liege ihr im Magen: Dass jeder ein Foto mache, das sei ja alles gut, „mit den Handys, alles süß“. Dann verwies die Sängerin aber auf einen Konzertbesucher mit einem großen Teleobjektiv. „Ich bin verschwitzt. Ich bin auch eine Frau. Ich bin keine eitle Frau, aber ich habe auch ein bisschen Würde und ein bisschen Stolz“, erklärte sie.

Sie gebe auf der Bühne alles, wenn man aber in Nahaufnahme in ihre ganzen Pickelchen reinfotografiere, sei das „entwürdigend“. An dieser Stelle gab es unterstützenden Applaus aus dem Publikum.

Solche Bilder gingen dann ins Netz, so die Musikerin, würden aus dem Kontext gerissen und dann werde sie fertiggemacht. „Ich bin schon ein Dickerchen“, so Kelly, „man muss nicht noch mehr drauflegen.“ Die Kommentare im Netz seien so brutal, besonders Frauen hätten es dahingehend nicht leicht. Den Fotografen bat sie, das Bild zu löschen.

Müssen Prominente mit solchen Aufnahmen leben?

Die Reaktionen im Netz auf Maite Kellys Statement fallen höchst unterschiedlich aus. Viele Nutzer loben die Sängerin dafür, ihre Grenzen so offen angesprochen zu haben, und werfen dem Fotografen Respektlosigkeit vor. Andere meinen hingegen, dass prominente Künstler mit solchen Aufnahmen leben müssten.