Simon Messner, 36, Sohn des Extrembergsteigers Reinhold Messner, 81, will weniger Abenteurer sein als sein Vater. Grund dafür ist seine Vaterschaft. »Also ich möchte nicht falsch verstanden werden, aber ich möchte es einfach anders machen«, sagte Messner. »Ich sehe es als meine Verantwortung, als Elternteil da zu sein und mich zu kümmern«, sagte der Vater einer Tochter der »Augsburger Allgemeinen« .»Bergsteigen wird immer gefährlicher wegen der Klimaveränderung«, betonte Messner. »Also ich merke sehr eindeutig, dass in den letzten Jahren der Steinschlag massiv zugenommen hat«, fügte er hinzu. »Eine Gefahr, die man kaum einschätzen kann«, betonte er. »Ich habe mittlerweile an die zehn Partner, Freunde, Bekannte verloren am Berg«, erklärte der Südtiroler. »Wirklich selbst Vater zu werden, war der große Umbruch.« Er sei seither kaum noch zum Bergsteigen gegangen. Allerdings schränkte er ein: »Vielleicht ist der innere Drang doch so stark, dass ich in ein paar Jahren wieder häufiger aufbreche.«
Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 18 Uhr beantworten SPIEGEL-Autorinnen und -Autoren die wichtigsten Fragen des Tages im Newsletter »Die Lage am Abend« – hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail.Simon Messners neuer Kinofilm »Aus dem Schatten« hat am Donnerstag beim Münchner Filmfest Premiere. Mit dem Titel ist Messner nicht ganz glücklich. Er habe nicht die volle Entscheidung über den Titel gehabt. Doch er verspricht: »Der Film beleuchtet da Bergsteigen, wie man es vielleicht noch nie beleuchtet hat.«







