Der globale IPO-Markt hat im zweiten Quartal des Jahres ein Rekordvolumen erreicht und wuchs von 32,1 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf 144,8 Milliarden Dollar, wie die Unternehmensberatung EY in einer Analyse feststellte. Die Wirtschaftsprüfer sprechen vom höchsten Quartalswert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2003.Maßgeblich dafür verantwortlich ist der Rekordbörsengang von Elons Musks (54) Firma SpaceX, der 86,2 Milliarden Dollar einspielte und zum größten IPO aller Zeiten avancierte. Allein in den USA sammelten Konzerne mit 45 Börsengängen 117,6 Milliarden Dollar – nach nur 8,1 Milliarden Dollar im Jahr davor.Trotz geopolitischer Spannungen im ersten Halbjahr wie dem Irankrieg blieb die Zahl der Börsengänge weltweit relativ stabil: Im zweiten Quartal wagten insgesamt 246 Unternehmen den Schritt an die Börse, im Jahr zuvor waren es 250 IPOs. Im ersten Halbjahr 2026 kamen weltweit 483 IPOs zusammen (H1 2025: 546), das Emissionsvolumen stieg auf 186,8 Milliarden Dollar im Vergleich zu 62,1 Milliarden Dollar im Halbjahr zuvor.

Rüstungsindustrie trägt den deutschen IPO-MarktIn Deutschland gab es im zweiten Quartal an der Frankfurter Wertpapierbörse nur einen Börsengang, die Elevtrovac AG, ein Hersteller von hermetisch dichten Gehäusen und Glas-Metall-Durchführungen aus Niederbayern, wagte mit einem Volumen von 33,5 Millionen Euro den IPO.Die Analysten von EY sehen bei den deutschen Börsengängen ein „Defense-Momentum“: Im Vorquartal waren bereits Asta Energy, Gabler und Vincorion an die Börse gegangen, EY ordnet drei dieser vier Unternehmen dem Verteidigungs- und Sicherheitsbereich zu. Mit dem Panzerhersteller KNDS steht ein viertes Rüstungsunternehmen in den Startlöchern.