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Frankreich verschärft sein Vorgehen gegen Ultra-Fast-Fashion und nimmt gezielt chinesische Plattformen wie Shein, Temu und Aliexpress ins Visier. Ein Werbeverbot und eine bis 2030 steigende Umweltabgabe von bis zu zehn Euro pro Artikel sollen das Geschäftsmodell weniger attraktiv machen.

Werbeverbot für Temu und Shein in Frankreich. (Foto: Koshiro K / Shutterstock)

Nachdem die französische Regierung bereits vor zwei Jahren in einigen Punkten deutlich strenger mit den Fast-Fashion-Anbietern wie Temu und Shein umging als der Rest Europas, hat das französische Parlament jetzt einen nächsten Schritt verabschiedet, der so in Europa einmalig und mehr als ungewöhnlich ist: ein produktbezogenes Werbeverbot, kombiniert mit einer produktbezogenen Umweltabgabe.Anzeige

Konkret sieht das Gesetz, das diese Woche den Senat passierte, ein Werbeverbot für Fast-Fashion-Produkte vor, das sich auch auf Inflencer:innen und damit vergleichbare Sonderwerbeformen erstreckt. Darüber hinaus sollen Ultra-Fast-Fashion-Anbieter verpflichtet werden, auf ihren Websites sowie auf den Produkten Hinweise zu moderaterem Konsum, Wiederverwendung und Reparatur anzuzeigen. Ob die Informationen zu Umweltauswirkungen allerdings etwas am Kaufverhalten der Kundschaft ändern, bleibt abzuwarten.