Mineralölkonzerne erhöhen Preise nach Auslaufen des Tankrabatts über Gebühr. Verbraucherschutzchefin Pop spricht von Abzocke.

Nach Auslaufen des Tankrabatts steigen die Spritpreise drastisch

Lutz Wallroth/imago

Nach dem Auslaufen des Tankrabatts sind die Preise für Benzin und Diesel am Mittwoch bundesweit drastisch auf durchschnittlich mehr als 2 Euro pro Liter gestiegen. Die Mineralölkonzerne gaben die wieder fällige Steuer auf Sprit komplett an die Ver­brau­che­r:in­nen weiter und legten sogar noch ein paar Cent drauf. Bereits vor dem Auslaufen des Tankrabatts hatten die Konzerne die Preise unverhältnismäßig erhöht, kritisiert der Autoclub ADAC. Die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Ramona Pop, spricht von „Abzocke“.

Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran sind die Energiepreise sprunghaft gestiegen. In Deutschland hat sich das vor allem an den Zapfsäulen bemerkbar gemacht. Die Bundesregierung verfügte daraufhin, dass Tankstellen nur noch einmal am Tag – um 12 Uhr mittags – die Preise erhöhen dürfen. Senkungen sind jederzeit möglich. Außerdem senkte die Bundesregierung die Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel vorübergehend. Durch den sogenannten Tankrabatt sollten Ver­brau­che­r:in­nen um rund 17 Cent pro Liter Sprit entlastet werden. Am 1. Juli lief der Rabatt aus und wurde nicht verlängert. Durch die vorübergehende Steuersenkung entgingen dem Staat 1,6 Milliarden Euro.