In Italien ist die Debatte um das Corona-Management der früheren Regierung erneut entbrannt. Im Mittelpunkt steht diesmal der damalige Ministerpräsident Giuseppe Conte. Die Aufarbeitung der Pandemie entwickelt sich zunehmend auch zu einer politischen Auseinandersetzung zwischen Regierung und Opposition.Seit März 2024 untersucht eine parlamentarische Kommission das staatliche Krisenmanagement während der Corona-Zeit. Im Fokus stehen unter anderem Lockdown-Maßnahmen, Impfstoffbeschaffung und vor allem der milliardenschwere Einkauf von Schutzmasken aus China.
Meloni setzt Conte im Maskenskandal unter Druck
„Ich habe den Eindruck gewonnen, dass hier endlich Klarheit geschaffen werden muss“, sagte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni vergangene Woche im Gespräch mit der Zeitung La Verità. „Improvisierte Personen“ hätten Provisionen in Millionenhöhe für aus China importierte Masken erhalten, von denen ein Großteil „minderwertig oder gefälscht“ gewesen sei.
Am Montagabend wurde Conte in der Talkshow „Quarta Repubblica“ von Moderator Nicola Porro mit dem Maskengeschäft konfrontiert. Dabei ging es insbesondere um die Beschaffung durch den damaligen Sonderkommissar Domenico Arcuri, den Conte während der Pandemie eingesetzt hatte.









