Moskau versucht seit Jahren, den Rubel im Handel mit befreundeten Staaten als Alternative zum US-Dollar zu etablieren – Stichwort Dedollarisierung. Doch ausgerechnet Russlands engste Handelspartner erschweren nun den Umgang mit Bargeld-Rubeln.Mehrere Banken in Belarus, Kasachstan, Kirgisistan und Armenien verschärfen seit Juni ihre Bedingungen für russische Bargeldbestände, wie aus ihren Preisverzeichnissen und Mitteilungen hervorgeht. Einige Institute verlangen für Bareinzahlungen Gebühren von bis zu fünf Prozent, andere nehmen russische Banknoten teilweise gar nicht mehr an. Die Banken gehören zur Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU), mit der Russland den Rubel im gemeinsamen Handel stärken will.