Im vergangenen Jahr wurden 654.241 Kinder in Deutschland geboren. Das waren knapp 23.000 weniger als im Jahr zuvor. Im Jahr 2021 waren noch 795.492 Kinder zur Welt gebracht worden. Damit sank die Geburtenrate innerhalb von nur vier Jahren von 1,58 Kindern je Frau auf 1,32, den niedrigsten Stand seit etwa 20 Jahren, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.Im Jahr 2006 waren 672.724 Kinder geboren worden, die Geburtenrate betrug 1,33. Noch niedriger lag sie zuletzt Mitte der Neunzigerjahre mit einem Tiefstwert von 1,24 Kindern je Frau. Die damals geborenen Frauen und Männer bilden heute die relativ kleine Generation potentieller Eltern.Allerdings wurden in Deutschland nach dem Krieg noch nie so wenige Kinder geboren wie im Jahr 2025. Besonders niedrig ist die Geburtenrate dabei in Sachsen (1,16). Niedersachsen dagegen ist seit 2018 das Bundesland mit der höchsten Geburtenhäufigkeit. Allerdings sank auch dort 2025 die Geburtenziffer erstmals seit 16 Jahren auf 1,38 (2024: 1,42). Weiterhin kamen in den östlichen Flächenländern weniger Kinder je Frau zur Welt (1,22) als in den westlichen Bundesländern (1,34). Den stärksten Rückgang verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern: Dort kamen 8385 Kinder zur Welt, das waren 772 weniger als 2024 und 1286 Kinder weniger als 2023.Weniger Kinder auch bei Frauen mit ausländischer StaatsangehörigkeitDie Geburtenrate bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit sank mit 1,2 Kindern weiter, doch auch Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit bringen in Deutschland immer weniger Kinder zur Welt. Bei ihnen lag die Geburtenrate im vergangenen Jahr 2025 bei 1,78 Kindern je Frau nach 1,84 im Jahr davor.Der Trend, dass Eltern immer älter werden, setzt sich ebenfalls fort: Nach Angaben der Statistiker waren Mütter 2025 bei einer Geburt – unabhängig davon, ob es die Geburt des ersten Kindes oder eines weiteren Kindes war – im Durchschnitt 31,9 Jahre alt, Väter 34,8. Im Vorjahresvergleich nahm das Durchschnittsalter der Eltern bei Geburt des Kindes leicht um jeweils 0,1 Jahre zu. Vor 35 Jahren waren Mütter bei der Geburt noch vier Jahre jünger (1991: 27,9 Jahre), Väter um 3,8 Jahre (1991: 31 Jahre).Auch im Rest Europas geht die Geburtenrate kontinuierlich zurück. Wie das europäische Statistikamt Eurostat zuletzt mitteilte, betrug sie 2024 in der Europäischen Union (EU) 1,34 Kinder je Frau. Den EU-weit höchsten Wert von 1,72 Kindern je Frau hatte Bulgarien, den niedrigsten Malta mit 1,01 Kindern. Besonders stark sank die Geburtenrate demnach seit 2019 in mehreren osteuropäischen Staaten, in Estland etwa um ein Drittel, in Polen und Rumänien jeweils um gut 20 Prozent, in Schweden um 16 und in Deutschland um rund zwölf Prozent.
Geburten: So wenige Kinder wie nie seit dem Zweiten Weltkrieg
In Deutschland werden immer weniger Kinder geboren – von immer älter werdenden Müttern. Das zeigen auch die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamts. Die Geburtenrate sinkt auf 1,32 je Frau.











