T-Mobile liefert sich in den USA eine juristische Auseinandersetzung um Support-Ansprüche für die eigene VMware-Infrastruktur. Laut einem ausführlichen Bericht auf The Register nutzt der Mobilfunkanbieter VMware-Produkte seit 2008 und betreibt eine umfangreiche VMware-Infrastruktur auf über 300.000 CPU-Kernen.

Im August 2023 erwarb T-Mobile dauerhafte Lizenzen mit zwei Jahren Support für VMware-Produkte, wie The Register schreibt. Teil der Vereinbarung war eine Option auf ein weiteres Jahr Support. Nachdem Broadcom VMware Ende 2023 übernommen hatte, reduzierte das Unternehmen die Anzahl der VMware-Produkte von über 150 Einzelprodukten auf zwei Bundles, die nur noch im Abonnement erhältlich sind.

Die teure neue VMware-Abowelt

Als T-Mobile den verlängerten Support in Anspruch nehmen wollte, lehnte Broadcom ab mit dem Argument, dass es die Produkte nicht mehr geben würde, für die T-Mobile den Vertrag abgeschlossen hatte. Broadcom dürfe laut Vertrag Support für eingestellte Produkte verweigern. Zudem seien Abonnements mittlerweile Branchenstandard. T-Mobile solle doch wie viele andere Unternehmen vor ihm in die neue VMware-Abo-Welt migrieren – was allerdings deutlich teurer werden kann, wie unter anderem der Verband der EU-Cloudanbieter und der IT-Anwenderverband VOICE beklagen.