Herrmann hat eine pikante Biografie: Auf LinkedIn gibt er an, zuletzt die Redaktion des Informationsdienstes iwd geleitet zu haben. Außerdem war er demnach bis Ende 2025 Teil der Chefredaktion der IW Medien GmbH, die zum Institut der deutschen Wirtschaft gehört. Vorher arbeitete er als Abteilungsleiter Wirtschaft und Bildung bei der IW Medien GmbH. Vier Jahre lang leitete er beim Institut der deutschen Wirtschaft das Team Öffentlichkeitsarbeit.Herrmann wurde an der Kölner Journalistenschule ausgebildet und studierte an der Universität zu Köln Volkswirtschaftslehre. Auf LinkedIn nennt Herrmann sich »Fachjournalist für Politik und Wirtschaft«. Seit 2007 sei er selbstständig in dem Bereich tätig. Als Stationen listet er etwa das Magazin »Focus«, die »Financial Times Deutschland«, RTL Interactive und die Lufthansa-Pressestelle.

Auffällig oft bei AfD-Inhalten verantwortlichDer Leiter des IW-Hauptstadtbüros, Knut Bergmann, erklärte gegenüber dem »Handelsblatt«, Herrmann sei »niemals verantwortlich für Ergebnisse oder Publikationen der IW-Wissenschaft gewesen«. Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, hatte sich immer wieder gegen die AfD ausgesprochen. In einem Gespräch mit dem SPIEGEL sagte er etwa: »Eine Koalition mit der AfD verbietet sich wegen politischer Grundüberzeugungen, etwa zur Rolle der Nato.« Auch andere führende Stimmen der deutschen Wirtschaft äußerten sich immer wieder kritisch. So nannte etwas der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger einen möglichen AfD-Ministerpräsidenten »fatal für das Land«.