Stiftungsdirektor Cord Brügmann sieht die Stiftung inzwischen in einer anderen Phase. "Wir haben eine Stabilisierung der Stiftung erreicht, außerdem ist jetzt der Weg frei zur Bauplanung", sagt er. Man beginne, bundesweit sichtbar zu werden — bei den Zielgruppen der Stiftung und in der juristischen Community, die als Multiplikator wichtig sei. Brügmann ist Jurist und Historiker, war viele Jahre Hauptgeschäftsführer des Deutschen Anwaltvereins und arbeitete zu Antisemitismus in der Zivilrechtsprechung der Weimarer Republik.

Auch die Kritik des Bundesrechnungshofs klingt aus Sicht der Stiftung erledigt. Man stehe mit dem Bundesrechnungshof in Kontakt und melde regelmäßig zurück, sagt eine Sprecherin. Am Anfang seien Fehler passiert, "die werden nicht mehr passieren". Die Kritik sei "längst kein Thema mehr". Die Stiftung stehe "ganz anders da als nach der Corona-Zeit". Man habe sich die Kritik "zu Herzen genommen", mache es jetzt anders und habe alle Vorschläge umgesetzt. Seitdem sei "nichts mehr vom Bundesrechnungshof gekommen".

Erfolg auf fremdem Gelände

Fragt man nach Kennzahlen für gesellschaftliche Wirkung, nennt die Stiftung Reichweiten einzelner Formate: rund 800 Teilnehmende bei Stadtrundgängen im Jahr 2025, alle zwei Wochen 40 bis 70 Menschen bei offenen Rundgängen, 6.000 bis 10.000 Besucher bei Wanderausstellungen. Gezählt wird dort, wo Öffentlichkeit schon vorhanden ist: an Bahnhöfen, Durchgängen, stark frequentierten Flächen. In Karlsruhe begann die Ausstellung am Hauptbahnhof.