Auf Instagram und TikTok kochen sie in letzter Zeit immer häufiger hoch: Debatten um Menschen, die sich die Haare selbst schneiden. In den Kommentarspalten kann man darauf warten, dass sie belehrt und beschimpft werden. So wie unlängst die Beauty-Influencerin Medy Miim, die ihren Zehntausenden Followern erklärte, die Inflation habe sie zum Friseur gemacht.Im dazugehörigen Video führt sie einen Curly Cut vor, zu Hause im Pyjama. Sie bürstet die Haare über den Kopf nach vorn, bindet sie zum Zopf und greift dann zur Friseurschere. Das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen – doch in den Kommentaren sehen das nicht alle so.
Ein Salonbetreiber aus dem schweizerischen St. Gallen warnt: „Bitte liebe Frauen, seid vorsichtig. Haare werden nicht wellig oder lockig, wenn man sie so schneidet. Es gibt Techniken, welche die natürliche Bewegung fördern, aber das braucht viel Berufserfahrung und Training.“ Man sehe schon die Ecken, Kanten und unterschiedlichen Längen im Schnitt: „Drei Jahre Ausbildung, unzählige Seminare und jahrelange Berufserfahrung können nicht in einem Drei-Minuten-Video erklärt werden.“
Angesichts der Inflation wird diese Argumentation wohl nicht bei jedem verfangen, denn in Zeiten steigender Kosten für Wohnen, Energie und Lebensmittel rückt auch der Friseurbesuch auf den Prüfstand.






