Wolfgang Kubicki brauchte nicht lange, um beim Wahlkampfauftakt der FDP in Sachsen-Anhalt bei der AfD zu landen. Im Moritzburghof in Halle griff der FDP-Bundesvorsitzende am Dienstagabend Björn Höcke scharf an. Der Thüringer AfD-Landeschef sei „angeblich ein schlauer Mensch“, sagte Kubicki. „Ich habe das noch nicht feststellen können.“ Mit Kubicki an der Spitze will die FDP auch in Sachsen-Anhalt wieder Wähler erreichen, die zuletzt zur AfD abgewandert sein könnten.
Kubicki zitierte Höckes Aussage, wonach die größte Freiheit eines Individuums darin bestehe, „in der Volksgemeinschaft aufzugehen“. Erst vor wenigen Wochen hatte er gesagt, Höcke müsse zum Arzt. Nach Protesten von AfD-Anhängern wolle er das nun korrigieren: „Björn Höcke muss nicht zum Arzt. Der ist ein Trottel und das ist nicht behandlungsfähig.“
„Wie erbärmlich muss eine Kampagne sein“
Vor rund 250 Teilnehmern eröffnete die Partei damit ihren Wahlkampf für die Landtagswahl am 6. September 2026. Im Moritzburghof in Halle waren alle Plätze besetzt, weitere Gäste standen neben runden Holztischen. Die Liberalen wollen nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag und schwachen Umfragewerten im Osten wieder über die Fünf-Prozent-Hürde kommen. Landeschefin Lydia Hüskens führt die FDP als Spitzenkandidatin in den Wahlkampf.








