Stand: 30.06.2026 • 16:07 Uhr
Eine Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) kann Krebserkrankungen und Todesfälle effektiv verhindern - das zeigt eine aktuelle, englische Studie. Doch in Deutschland wird sie noch zu wenig genutzt.
Von Andreas Kegel, BR
Humane Papillomviren (HPV) verursachen schwere Krebserkrankungen, die jedes Jahr zu 2.000 Todesfällen führen. Wie eine aktuelle Studie aus England zeigt, könnte ein Großteil dieser Fälle verhindert werden - durch die HPV-Impfung. Doch die Impfquoten in Deutschland sind niedrig.
Die Einführung von HPV-Impfungen in England hat das Risiko für junge Frauen, an Gebärmutterhalskrebs zu sterben, laut der wissenschaftlichen Studie, die im Magazin The Lancet veröffentlicht wurde, minimiert. Besonders auffällig: Bei den 20- bis 24-Jährigen wurde zwischen 2020 und 2024 kein einziger Todesfall registriert. Auch bei den 25- bis 29-Jährigen fiel die Sterblichkeit deutlich niedriger aus. Seit 2008 gibt es in England die HPV-Impfung für Mädchen. Das habe seit Einführung 200 Frauen das Leben gerettet, so die Studienautoren.







