Michael Olise lässt kaum Privates raus, aber er verzückt sowohl in der Bundesliga als auch bei der Weltmeisterschaft. Wie macht er das bloß?

Selbst dem coolen Olise ist es zu heiß

Vincent Carchietta/reuters

Den FC Bayern findet man einfach nicht gut. Die Spieler? Arrogant. Der Vorstand um Uli Hoeneß? Arrogant. Die Fans? Sowieso arrogant. Und größtenteils reine Erfolgsfans – läuft es mal nicht, interessiert sie der Verein plötzlich kaum noch. So wurde ich erzogen. Als Bayern-Hasser. Und das hat, bis auf zwei Jahre, auf die ich heute nicht besonders stolz bin, auch ziemlich gut funktioniert. Tja, bis die Münchner vor zwei Jahren einen französischen Flügelspieler verpflichteten. Einen Typen, der inzwischen im Trikot der Equipe Tricolore die ganze Fußballwelt begeistert: Michael Olise.

Olise zu verstehen, ist eigentlich unmöglich. Man kennt den Fußballer, aber beim Versuch hinter die Fassade zu schauen, ist da nichts. Keine großen Interviews, keine Show, kein Drama. Er hat sich das Image eines Mr Nonchalant aufgebaut – das komplette Gegenteil eines typischen Bayern-Spielers. Locker, elegant, majestätisch schwebt er über den Platz. Als könnte ihn absolut nichts aus der Ruhe bringen.