Kunst gegen das Mullah-Regime: Utopisch, um Verzeihung zu bitten

Bonbonrosa und unerschrocken: Im Osnabrücker Ausstellungsraum Hase29 streuen Ge­gen­warts­künst­le­r:in­nen aus dem Iran Salz in politische Wunden.

Blick in die Ausstellung: Parastou Forouhars scheinbar süße Luftballons und Nazanin Nooris „Verzeihung“-Schriftzug im Hintergrund

Julian Lautenbach, Kunstraum hase29

Wer die Ausstellung „Widerstand“ des Osnabrücker Kunstraums Hase29 betritt, stößt, nur wenige Schritte hinter dem Eingang, auf ein rosapinkes Seidentuch. Es liegt, wie schwerelos aus der Luft herabgesunken, auf dem Boden, in fragilem Faltenwurf. Auf ihm steht, in Farsi, in Persisch: „Ein Künstler, der kein Farsi spricht, ist kein Künstler.“