Politische Krise in Senegal: Vom Dream-Team zum Albtraum
Die jungen Reformer, die seit zwei Jahren Senegal umkrempeln wollen, haben sich entzweit. In der Hauptstadt Dakar sind ihre Anhänger ernüchtert.
Vor dem Parlamentsgebäude in Senegals Hauptstadt Dakar, 29. Juni: Protest gegen eine umstrittene Verfassungsänderung
Raghed Waked/Reuters
In rotbraunen Schlieren läuft das Wasser am Auto herunter. Der Staub in der Luft in der Straße von Mame Birame Diop macht das Waschen von Fahrzeugen für ihn zu einem verlässlichen Zuverdienst. „Es ist nicht einfach“, sagt er dennoch. Der Verdienst reiche bei den Preisen in Dakar kaum zum Leben. „Aber was will man machen“, sagt er und tunkt den Lappen, der schon bessere Tage gesehen hat, in das graue Waschwasser. Neben dem Autowaschen verdient er sich sein Geld auch als Nachtwächter und Hausmeister. „Es ist noch schwieriger geworden, einen Job zu finden. Und alles ist teurer geworden“, sagt er.












