Einen prominenten Freund des Tankrabatts immerhin gibt es. „Ich fand das ganz angenehm“, sagt in aller Offenheit Andreas Mundt, 65, und schmunzelt dabei ein wenig. Manchmal, fügt der Präsident des Bundeskartellamts in Bonn dann an, habe er das Gefühl, er sei fast der Einzige, der sich noch über eine Steuersenkung freue. Zum 1. Mai hatte die Bundesregierung angesichts der drastisch gestiegenen Ölpreise nach dem Beginn des Iran-Krieges die Energiesteuer auf Sprit gesenkt und verzichtete dafür auf 1,6 Milliarden Euro – in der Hoffnung, dass Autofahrerinnen und Autofahrer in den zwei Monaten brutto 17 Cent pro Liter weniger zahlen.