PfadnavigationHomeRegionalesHamburgJüdisches LebenHamburgs neue Beauftragte im Kampf gegen den wachsenden AntisemitismusStand: 13:30 UhrLesedauer: 2 MinutenAnna von Villiez tritt die Nachfolge von Stephan Hensel anQuelle: Gesche Jöger/hamburg.de/Gesche Jäger/hamburg.deHamburg setzt im Kampf gegen Antisemitismus auf eine Kennerin jüdischer Geschichte. Historikerin Anna von Villiez leitete bisher eine Gedenkstätte und soll die Sichtbarkeit der jüdischen Gegenwart stärken.Die Historikerin Anna von Villiez wird in Hamburg neue Beauftragte für jüdisches Leben und die Bekämpfung und Prävention von Antisemitismus. Die Leiterin der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule an der Hamburger Volkshochschule hatte sich zuvor in einem mehrstufigen, intensiven Auswahlverfahren durchgesetzt, wie die Gleichstellungsbehörde mitteilte. Die Amtszeit dauert bis Sommer 2029. Anna von Villiez folgt auf Stefan Hensel, der sein Amt 2025 niedergelegt hatte. Ihre Tätigkeit ist der Gleichstellungsbehörde angegliedert.Lesen Sie auch„Hamburg hat heute, nach Verfolgung und Vertreibung in der NS-Zeit, wieder eine lebendige und spannende jüdische Gegenwart, die von vielen Engagierten getragen wird“, sagte Anna von Villiez. Durch ihre bisherigen Tätigkeiten stehe sie bereits mit vielen jüdischen Menschen in Hamburg im Kontakt. Es dürfe nicht sein, dass manche von ihnen heute aus Angst vor Anfeindungen wieder ihre Identität in der Öffentlichkeit verbergen müssen.„Dem grassierenden Antisemitismus in Hamburg gemeinsam mit Politik und Zivilgesellschaft schnelle und effektive Maßnahmen entgegenzusetzen, sehe ich deshalb als eine der wichtigsten Aufgaben meines Amtes“, erklärte sie. Darüber hinaus wolle sie sich dafür einsetzen, dass jüdisches Leben als ein selbstbewusster Teil der Stadtgesellschaft noch sichtbarer wird.Hensel erfuhr HassIhr Vorgänger Stefan Hensel war im vergangenen Jahr in Hamburg Opfer eines Übergriffs im Straßenverkehr geworden. Er war im Auto unterwegs und spielte seiner Tochter ein hebräisches Lied vor, wie er nach dem Vorfall berichtete. Laut Polizei Hamburg habe ein anderer Verkehrsteilnehmer Hensel daraufhin beleidigt und genötigt. Es soll zu einer verbalen Auseinandersetzung mit strafbaren Inhalten gekommen sein.Seine spätere Amtsniederlegung begründete Hensel laut seinerzeitiger Mitteilung mit den Worten: „Der zeitliche Aufwand und die anhaltende Konfrontation mit Hass und persönlichen Übergriffen sind im Rahmen eines Ehrenamts für mich nicht mehr vereinbar.“epd/jlau
Jüdisches Leben: Hamburgs neue Beauftragte im Kampf gegen den wachsenden Antisemitismus - WELT
Hamburg setzt im Kampf gegen Antisemitismus auf eine Kennerin jüdischer Geschichte. Historikerin Anna von Villiez leitete bisher eine Gedenkstätte und soll die Sichtbarkeit der jüdischen Gegenwart stärken.






