Was ein Rückschlag für den gesamten Fußball-Osten. Die am Montag (29. Juni) durchgeführte Abstimmung der Vereine über eine Neustrukturierung des Aufstiegssystems zur 3. Liga brachte in den fünf Regionalliga-Verbänden kein einheitliches Ergebnis. Damit ist der federführend von den Ostvereinen und vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) angestoßene Reformprozess vorerst gescheitert. Der FC Hansa Rostock beteiligte sich erst gar nicht erst an der Abstimmung. Aufgrund kurzfristiger Anpassungen an den Abstimmungsunterlagen kündigte der Drittligist kurz zuvor seinen Boykott an. Wie der Westdeutsche Fußball-Verband, der Bayerische Fußball-Verband sowie der Norddeutsche und der Nordostdeutsche Fußball-Verband mitteilten, stimmten die Vereine der einzelnen Regionen unterschiedlich über die vorgeschlagenen Reformmodelle ab. Voraussetzung für eine Umsetzung zur Saison 2028/29 wäre jedoch gewesen, dass sich alle fünf Regionalliga-Träger auf dasselbe Modell verständigen.Das sogenannte Kompass-Modell erhielt in drei Regionen die Mehrheit: Im Westen votierten 60,9 Prozent der Vereine dafür, im Norden 61,5 Prozent und im Nordosten 76,3 Prozent. Im Südwesten setzte sich dagegen mit 93,1 Prozent das Regionen-Modell durch. In Bayern sprach sich eine knappe Mehrheit von 52,4 Prozent dafür aus, zunächst neue Reformvorschläge auszuarbeiten.