Elektrische Motorradtaxis, das größte E-Bus Werk Afrikas und Start-ups, die E-Bikes verkaufen: Uganda will Vorreiter in der Elektromobilität werden.
B renda Anena steht mit ihrer Tochter am Straßenrand in Ugandas Hauptstadt Kampala und wartet auf ein Motorradtaxi, Boda-Boda genannt. Ein Boda-Fahrer hält an, die 35-jährige Mutter guckt prüfend auf das Motorrad und deutet mit einer Handbewegung an, dass der Fahrer weiterfahren soll. „Ich warte lieber, bis ein E-Boda vorbeifährt“, erklärt sie, „denn die sind mittlerweile deutlich günstiger.“
Seit Beginn des Irankriegs im April sind in Uganda die Treibstoffpreise enorm gestiegen wie fast überall auf der Welt. In Kampala liegen sie bei mittlerweile umgerechnet 1,55 Euro pro Liter. Vor dem Krieg waren es umgerechnet 1,20 Euro. Bemerkbar macht sich das auf jeder Strecke. „Mittlerweile verlangen die Fahrer eintausend Schilling mehr für die Fahrt bis zur Schule meiner Tochter“, sagt die alleinerziehende Mutter Anena. „Da lohnt es sich, auf E-Bodas umzusteigen.“
Sie zückt ihr Handy und öffnet eine App, mit der sie online ein Boda bestellt. „Man kann mittlerweile gezielt anklicken, dass man nur E-Bodas haben will“, sagt sie und setzt einen Haken in dem entsprechenden Kästchen. Wenige Minuten später surrt ein elektrisch betriebenes Motorrad die Straße hinab, man hört es kaum. Anena freut sich. „Die E-Bodas verlangen immer noch dieselben Preise“, sagt sie und schwingt sich mit ihrer Tochter auf den Rücksitz, um sie zur Schule zu bringen.








