Sony will seine Spielkonsolen grundsätzlich nicht mit erheblichen Verlusten verkaufen, geht aus einer Fragerunde mit Investoren zur Playstation-Sparte hervor. Es sei nicht realistisch, alle gestiegenen Komponentenkosten aufzufangen. Die Playstation 6 könnte zu ihrem kolportierten Marktstart 2027 oder 2028 also deutlich teurer werden als bisherige Sony-Konsolen.
Die Aussagen fielen am 5. Juni bei einem Investorentreffen zur Sparte Game & Network Services. Das Protokoll der Fragerunde hat Sony inzwischen veröffentlicht. Ein Teilnehmer hatte darin ausdrücklich nach der Preisstrategie für die nächste Plattform gefragt.
Markt unter Beobachtung
Bislang liefen die Verkäufe der Playstation 5 wie geplant, einen Nachfrageeinbruch durch die angehobenen Preise für die Spielkonsole sieht Sony nicht. Die Playstation 5 wurde seit ihrem Release im Herbst 2020 dreimal verteuert. „Grundsätzlich beabsichtigen wir nicht, Hardware mit erheblichen Verlusten zu verkaufen“, heißt es in dem Protokoll.
Das Konsolengeschäft lebt üblicherweise eher von Softwareeinnahmen: Hersteller verkaufen ihre Hardware oft unter den Herstellungskosten und verdienen erst über Spiele, Abodienste und Gebühren in ihren Stores. Angesichts massiv gestiegener Preise für Komponenten erreichen Hardwarehersteller aber eine Schmerzensgrenze. Die Steam Machine kostet mindestens 1040 Euro, weil das Unternehmen die Hardware anders als Sony und Microsoft nicht subventioniert und die Produktionskosten direkt an die Käufer weitergibt.










