Ein Sprengsatz reisst Monaco aus dem Alltag. Mehrere Menschen werden verletzt. Die Ermittler jagen bis in die Nacht hinein einen Verdächtigen.30.06.2026, 06.18 Uhr2 LeseminutenNach der Explosion patrouillieren Polizisten den Boulevard d'Italie im Fürstentum Monaco.Manon Cruz / Reuters(dpa) Bei einer heftigen Explosion am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco ist laut Medienberichten einer der reichsten Unternehmer aus der Ukraine verletzt worden. Insgesamt wurden nach Behördenangaben drei Personen verletzt, zwei von ihnen laut Medien lebensbedrohlich.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Laut den Berichten handelt es sich bei dem aus der Ukraine stammenden Mann um einen Immobilienunternehmer. Verletzt wurden auch eine Frau und ein Jugendlicher. Von offizieller Seite wurden die Identitäten nicht bestätigt. Weitere Personen erlitten laut Berichten Schnittverletzungen und Schocks.Drei Verletzte wurden in Spitäler gebracht, wie der monegassische Staatsminister Christophe Mirmand dem französischen Sender BFMTV sagte. Die Explosion ereignete sich am Abend gegen 21 Uhr. Ob es sich dabei um einen Anschlag handelte, wollte er zunächst nicht bestätigen. «Ein Ereignis dieser Art hat sich im Fürstentum noch nie ereignet», fügte der Regierungschef hinzu.Verdächtiger auf der FluchtLaut Medienberichten flog ein Sprengstoffpaket in die Luft. Kurz vor dem Vorfall soll eine Person an dem Ort von Überwachungskameras dabei gefilmt worden sein, wie sie einen Rucksack abstellte und anschliessend floh, wie BFMTV unter Berufung auf die monegassische Sicherheitsbehörde sowie die Regionalzeitung «Monaco-Matin» berichteten. Die verdächtige Person sei auf der Flucht, hiess es zunächst. Medien zeigten ein von den Kameras aufgenommenes Bild eines rennenden Mannes mit einem dunklen Hut.Das betroffene Gebäude befindet sich laut Mirmand an einem Platz nahe der Grenze zu Frankreich. Der Verdächtige soll demnach zu Fuss in Richtung der französischen Stadt Beausoleil gelaufen sein.Zahlreiche Rettungskräfte seien am Abend vor Ort gewesen, berichtete «Monaco-Matin». Mirmand sprach von etwa 50 Feuerwehrleuten und mehr als 80 Beamten. Auch französische Rettungskräfte trafen nach Angaben aus Kreisen von Frankreichs Innenministerium als Verstärkung ein. Es sei zudem eine polizeiliche Zusammenarbeit eingerichtet worden, um den flüchtigen Täter aufzuspüren.Fürst Albert II.: «Schock» für MonacoFürst Albert II. von Monaco schrieb in einer Mitteilung in der Nacht, dass die «kriminelle Explosion» einen «Schock für die gesamte monegassische Gemeinschaft» darstelle. Alle zuständigen staatlichen Dienste seien derzeit mobilisiert, in enger Zusammenarbeit mit den französischen Behörden. «Wir vertrauen darauf, dass sie die Umstände dieser Tragödie so schnell wie möglich aufklären, die Verantwortlichen identifizieren und auf allen Ebenen die notwendigen Antworten liefern werden», hiess es.Der Bürgermeister der südfranzösischen Stadt Nizza, die rund 20 Kilometer von dem Fürstentum entfernt liegt, bezeichnete den Vorfall in einem Beitrag auf der Plattform X als einen «Anschlag». Es sei eine «Tragödie, die Monaco erschüttert», schrieb Éric Ciotti. Er bekundete volle Unterstützung für die Sicherheits- und Rettungskräfte, die im Einsatz seien.Passend zum Artikel
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