PfadnavigationHomePolitikAuslandIllegale Einwanderung10.000 Pfund – Asylbewerber in Großbritannien sollen Kosten für Versorgung zurückzahlenStand: 02:53 UhrLesedauer: 2 MinutenDie britische Innenministerin Shabana MahmoodQuelle: AFP/-Sobald Asylbewerber in der Lage sind, die „Großzügigkeit des britischen Volkes zurückzuzahlen“, erwartet Innenministerin Mahmood, „dass sie dies auch tun“. So sollen illegale Einwanderung eingedämmt und Kosten für die Steuerzahler verringert werden.Im Kampf gegen illegale Migration prüfen britische Behörden weitere Maßnahmen: Asylbewerber sollen künftig die Kosten für ihre Unterbringung und Versorgung zurückzahlen, bevor sie eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Großbritannien beantragen können. Dabei geht es um eine Summe von rund 10.000 Pfund, wie die Regierung am Montag mitteilte. Mit dem Vorschlag soll die illegale Einwanderung eingedämmt werden. Labour-Innenministerin Shabana Mahmood sagte, die Reformen sollten die Belastung für die Steuerzahler verringern. „Sobald die Menschen in der Lage sind, einen Beitrag zu leisten und die Großzügigkeit des britischen Volkes zurückzuzahlen, erwarten wir, dass sie dies auch tun“, erklärte sie. Den Plänen zufolge sollen nur Erwachsene zur Kasse gebeten werden, die sich die Zahlung leisten können. Die Regelung soll nicht rückwirkend gelten, Kinder wären ausgenommen.Lesen Sie auchDie Einwanderung ist eines der umstrittensten Themen in der britischen Politik. Die regierende Labour-Partei steht unter Druck durch die Partei Reform UK von Nigel Farage, die die Abschiebung von bis zu 600.000 Asylbewerbern versprochen hat. Im April hatten Großbritannien und Frankreich ein Abkommen unterzeichnet, mit dem die Zahl der Migranten reduziert werden soll, die den Ärmelkanal vom Norden Frankreichs aus in Richtung Südengland überqueren. Dafür hatte London seine Mittel für Maßnahmen zur Reduzierung der Zahl der Boote stark aufgestockt, und zwar von 540 Millionen Euro auf 766 Millionen Euro für den Zeitraum von 2023 bis 2026.Lesen Sie auchTeil des Abkommens ist zudem eine Erhöhung der Zahl der Sicherheitskräfte in Frankreich. Vorgesehen sind demnach auch verstärkte Überwachungseinsätze mit Kameras, Drohnen und Hubschraubern. Im Juni registrierten britische Behörden allerdings erneut an einem Tag 710 Migranten, die auf kleinen Booten über den Ärmelkanal nach Großbritannien gelangt waren. Lesen Sie auchDer Vorstoß des Innenministeriums kommt zudem zu einem politisch heiklen Zeitpunkt für Labour, da Premierminister Keir Starmer seinen Rücktritt angekündigt hat. Nach Schätzungen des Innenministeriums beliefen sich die jährlichen Kosten für die Unterbringung und Unterstützung von Asylbewerbern im vergangenen Jahr auf etwa vier Milliarden Pfund. rtr/afp/dpa/saha
Großbritannien: 10.000 Pfund – Asylbewerber sollen Kosten für Versorgung zurückzahlen - WELT
Sobald Asylbewerber in der Lage sind, die „Großzügigkeit des britischen Volkes zurückzuzahlen“, erwartet Innenministerin Mahmood, „dass sie dies auch tun“. So sollen illegale Einwanderung eingedämmt und Kosten für die Steuerzahler verringert werden.











