Robert DikomeitFrankreich setzt gestoppten russischen Tanker festDie französische Justiz ordnet das Festhalten eines Öltankers an, der mutmaßlich zur russischen Schattenflotte zur Umgehung westlicher Sanktionen gehört. ‌Der Kapitän sei aus Polizeigewahrsam freigelassen worden, teilt die Staatsanwaltschaft in Marseille mit. Der Tanker war am 23. Juni vor Sizilien gestoppt ‌worden. Er ‌kam aus dem russischen Primorsk, trägt die Flagge Kameruns und wird von franzöösischen Behörden verdächtigt, eine falsche Flagge zu nutzen. Er liegt mit 25 ​Besatzungsmitgliedern vor Marseille vor ⁠Anker. Russischer Ukraine-Veteran zu Haftstrafe verurteiltEin russischer Ukraine-Veteran, der dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Meuterei gedroht hatte, ist zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in der Region Woronesch befand Alexander Lunin schuldig, „extremistische Symbole“ gezeigt zu haben. Nähere Angaben zu den Symbolen oder zur Dauer der Haftstrafe machte das Gericht am Montag nicht. Lunin selbst teilte im Onlinedienst Telegram mit, er sei zu einer elftägigen Haftstrafe verurteilt worden.Lunin hatte sich zu Beginn der russischen Offensive in der Ukraine 2022 freiwillig gemeldet und war laut Medienberichten auch an der Front. In der vergangenen Woche veröffentlichte der 39-Jährige dann auf der Onlineplattform Instagram Videos, in denen er ein Treffen mit Putin fordert. In einem der Videos wirft er russischen Kommandeuren Folter und Missbrauch von eigenen Soldaten vor, die sich weigerten, „sinnlose, selbstmörderische Anweisungen“ zu befolgen. „Wenn ich nicht bald in den Kreml komme und live spreche, direkt neben Ihnen, wird die Armee ihre Waffen gegen den Kreml richten“, drohte Lunin. Die Hintergründe des Falls erfahren Sie in diesem Text:Polen kauft schwedische U-BootePolen kauft für seine Marine drei neue U-Boote aus Schweden. Ein entsprechendes Abkommen wurde in Gdingen im Rahmen der polnisch-schwedischen Regierungskonsultationen unterzeichnet. Vorgesehen ist die Lieferung von U-Booten vom Typ Saab A26 Blekinge. Auch das deutsche Unternehmen Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) hatte sich um den Auftrag beworben, war aber leer ausgegangen.„Schweden ist eines der Länder, mit denen wir im Bereich der Rüstungsindustrie und der Verteidigung am besten zusammenarbeiten“, sagte Polens Regierungschef Donald Tusk. Sein schwedischer Gegenüber Ulf Kristersson sprach in einem Post auf der Plattform X von einem historischen Meilenstein für beide Länder. Der Rüstungsdeal werde dazu beitragen, die polnische Marine zu einer der stärksten in der gesamten NATO zu machen.Nach Angaben Kristerssons hat das Abkommen einen Wert von umgerechnet 4,5 Milliarden Euro. Das erste U-Boot soll der polnischen Marine 2030 übergeben werden, die beiden weiteren in den darauffolgenden Jahren. Weil Polen sich durch Russland bedroht fühlt, rüstet es seine Streitkräfte auf. Die polnische Marine hat derzeit nur ein U-Boot alter sowjetischer Bauart. Polen nimmt mutmaßliche Helfer russischer Geheimdienste festDer polnische Geheimdienst hat elf mutmaßliche Helfer russischer Geheimdienste festgenommen, die Ukraine-Flüchtlinge für die Teilnahme an Demonstrationen bezahlt haben sollen. Bei den Verdächtigen handele es sich um neun ukrainische und zwei belarussische Staatsbürger, teilte Geheimdienstkoordinator Tomasz Siemoniak auf der Plattform X mit. Alle sollen aus Polen ausgewiesen werden.Nach Erkenntnissen der Ermittler hatten alle Tatverdächtigen Verbindungen nach Russland und Belarus. Sie sollen unter den in Polen lebenden ukrainischen Kriegsflüchtlingen Teilnehmer für Demonstrationen rekrutiert und entlohnt haben. Die Inspirationen und auch die Mittel dafür seien demnach aus Russland gekommen. „Als Auslöser der Proteste dienten emotionale Themen, darunter Berichte über Korruptionsskandale und aktuelle Ereignisse in der ukrainischen Innenpolitik“, heißt es in einer Mitteilung des Inlandsgeheimdienstes ABW. Ziel sei es, Spannungen zu schüren und Kriegsflüchtlinge als Instrument russischer Einflussnahme zu missbrauchen.Sieben Tote durch russische LuftangriffeBei russischen Angriffen auf die ukrainischen Städte Dnipro und Saporischschja sind insgesamt mindestens sieben Menschen getötet und mehr als 30 Menschen verletzt worden. Bei einem Raketenangriff auf die ukrainische Industriestadt Dnipro wurden am Montagmorgen Behördenangaben zufolge mindestens fünf Menschen getötet. „Russische Truppen haben einen Luftangriff auf ein privates Unternehmen in der Stadt Dnipro ausgeführt“, teilte die ukrainische Polizei mit. Der Chef der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, Oleksandr Hanscha, sprach im Onlinedienst Telegram von fünf Toten und 28 Verletzten, von denen vier in Lebensgefahr schwebten. Hanscha veröffentlichte Fotos, die ein beschädigtes Gebäude zeigten sowie eine unkenntlich gemachte Leiche.Auf von der Polizei veröffentlichten Fotos waren Rettungssanitäter zu sehen, welche die Verletzten in der prallen Sonne versorgten. Dnipro liegt rund 100 Kilometer von der Front entfernt und wird regelmäßig von der russischen Armee angegriffen. In der südukrainischen Stadt Saporischschja wurden zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt, als eine russische Drohne einen Bus traf. Unter den Verletzten ist den Behördenangaben zufolge auch ein Kind. Der Leiter der Militärverwaltung der Region, Iwan Fedorow, veröffentlichte Fotos eines Kleinbusses, dessen Heck von einer Explosion komplett zerstört wurde. Олександр Ганжа / Дніпропетровська ОДА (ОВА)Росія завдала ракетного удару по Дніпру, по інфраструктурі. На місці зараз триває рятувальна операція. Залучені всі служби, допомагають людям усім необхідним. На жаль, станом на зараз відомо, що пʼять людей загинули. Мої співчуття рідним і близьким. Двадцять девʼять людей поранені внаслідок цього удару. Був сьогодні російський удар по Запоріжжю, по звичайній маршрутці. Троє людей загинули через цю атаку дроном. Мої співчуття. Шестеро людей поранені, і серед них дитина. У Нікополі росіяни завдали повторного удару по рятувальниках, по пожежній автівці. Били по енергетиці на Сумщині, Одещині, Чернігівщині. Також були удари по Херсону та Харківщині. Дуже важливо протидіяти цьому російському терору. Має бути більше захисту для людей від таких жахливих ударів. Передусім нам треба антибалістика. Важливо, щоб у Європі робота над власним антибалістичним захистом була максимально активною. Свої системи, ракети. Чим швидше таких можливостей стане більше, тим більше життів вдасться захистити.t.meExterner InhaltBeim Anzeigen externer Inhalte werden Daten an Dritte übertragen.Besetzte Gebiete in der Ukraine nach Drohnenangriffen ohne StromIn der Nacht zum Montag ist es im von Russland besetzten Teil des Gebiets Cherson, auf der Krim und in Donezk nach Drohnenangriffen zu großflächigen Stromausfällen gekommen. „Alle Bezirke des Gebiets Cherson sind ganz oder teilweise ohne Stromversorgung“, schrieb der von Russland eingesetzte Gebietsgouverneur Wladimir Saldo auf Telegram.Der Telegramkanal „Krimskij Weter“ meldete mehrere Explosionen in Sewastopol und Kertsch auf der 2014 von Russland völkerrechtswidrig annektierten Halbinsel Krim. Unter Berufung auf Anwohner wurde laut dem Kanal vermutlich ein Umspannwerk in der Nähe des Dorfes Nekrasowka im Bezirk Bachtschyssaraj beschädigt. Gegen Mitternacht fiel auch im besetzten Donezk laut sozialen Medien der Strom aus.Xi: China unterstützt Belarus in seiner SouveränitätXi Jinping hat am Montag den belarussischen Machthaber Alexandr Lukaschenko in Peking empfangen. Dabei sagte der chinesische Staats- und Parteichef, beide Seiten sollten „die strategische Kommunikation aufrechterhalten“. Zudem unterstütze China Belarus bei der „Wahrung seiner nationalen Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Integrität“. Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums fügte Xi hinzu, dass die Beziehungen zwischen China und Belarus „den internationalen Wirren standgehalten und in den vergangenen Jahren eine sprunghafte Entwicklung erfahren haben“. Sie befänden sich nun „in ihrer besten Phase der Geschichte“.Russlands Herrscher Wladimir Putin drängt Belarus angesichts der eigenen militärischen Schwächephase dieser Tage dazu, ihn stärker im Krieg gegen die Ukraine zu unterstützen. Belarus hat bereits weiteren Treibstoff an Russland geliefert. Vergangene Woche hatte Lukaschenko zu russischen Emissären gesagt, Moskau solle Belarus nicht „in den Krieg hineinziehen“. Unter Druck steht Lukaschenko gleichzeitig von der Ukraine, deren Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt hat, dass Kiew Aufklärungs- und Bodenstationen in Belarus angreifen werde, sollte Lukaschenko Russland weiter deren Nutzung gestatten. Es ist davon auszugehen, dass dieses Thema auch bei Lukaschenkos Treffen mit Xi zur Sprache kam. China verhält sich im Ukrainekrieg offiziell neutral, unterstützt Russland jedoch wirtschaftlich und mit Dual-Use-Gütern, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Nach Angaben westlicher Geheimdienste hilft Peking zudem bei der Ausbildung von Soldaten der Drohnentruppen. China möchte eine russische Niederlage in der Ukraine abwenden. Zuletzt hatte Lukaschenko Peking im September besucht, als der chinesische Machtapparat eine Militärparade abhielt, zu der auch die Herrscher Russlands und Nordkoreas eingeladen waren. Nach belarussischen Angaben will Lukaschenko nach seinem Peking-Besuch zwei weitere Länder in Asien besuchen.Selenskyj plant Gedenkstätte für Helden der UkraineDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Gesetzesprojekt zur Errichtung einer Gedenkstätte für alle herausragenden Persönlichkeiten der Ukraine ins Leben gerufen. „Ich habe heute den Gesetzentwurf für ein nationales Pantheon in das Parlament eingebracht“, sagte er bei einer Veranstaltung zum Tag der Verfassung. „Die Namen aller Helden, die in verschiedenen Jahrhunderten und Epochen für die Ukraine gekämpft und die Ukraine inspiriert haben, werden vereint und für immer in unsere Geschichte eingeschrieben.“„Niemand wird den Ukrainern jemals wieder vorschreiben, welche Helden sie verehren, welche Feiertage sie begehen oder welche Geschichte sie lernen sollen“, fügte sein Präsidialamtschef Kyrylo Budanow hinzu. „Für dieses Recht auf freie Selbstbestimmung und nationale Unabhängigkeit haben unsere Vorfahren jahrhundertelang gekämpft, und genau dafür vergießen unsere Soldaten heute ihr Blut.“Der Hinweis auf Selbstbestimmung galt auch als Stichelei in Richtung des Nachbarn Polen, dessen Präsident Karol Nawrocki in einem Geschichtsstreit Selenskyj einen hohen Orden aberkannt hatte. Die Gedenkstätte soll in Kiew errichtet werden. Sabrina FrangosUkraine: Fünf Tote bei russischen Angriffen im Süd- und NordostenBei russischen Angriffen im ‌Südosten und Nordosten der Ukraine wurden nach Angaben örtlicher Behörden mindestens fünf Menschen getötet. In ‌der ‌südöstlichen Stadt Saporischschja kamen zwei Menschen ums Leben, 16 weitere wurden verletzt, teilt der regionale ​Gouverneur Iwan Fedorow ⁠auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. In der nordöstlichen Grenzregion Charkiw kam ​eine Person bei einem Raketenangriff auf die ⁠Stadt Smijiw ums ‌Leben, acht weitere wurden verletzt, darunter zwei Kinder, erklärt Gouverneur Oleh Synjehubow. ⁠Zudem starb nach ⁠Polizeiangaben ein Beamter bei der Evakuierung ⁠von Anwohnern ​in ⁠einer anderen Gemeinde der ​Region. In der ebenfalls an ‌Russland grenzenden Region Sumy wurde nach Angaben ​des dortigen Gouverneurs eine ​ältere Frau getötet. Ukraine soll neuen Orden bekommenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will eine neue Auszeichnung schaffen: für besondere Verdienste bei der Unterstützung des Landes auf dem Weg in die Europäische Union. Der Präsident habe dem Parlament einen Gesetzentwurf zur Einführung des „Ordens Europas“ üermittelt, wie Parlamentspräsident Ruslan Stefanchuk von Selenskyjs Partei Diener des Volkes am Sonntag mitteilte. In der Begründung zum Gesetzentwurf heißt es, dass die Schaffung des Ordens angesichts der „großen Bedeutung der Euro-Integrationsprozesse“ für die Ukraine vorgeschlagen wird, deren Zukunft „untrennbar“ mit der EU verbunden ist. Die Werchowna Rada werde den Gesetzentwurf in einer der nächsten Plenarsitzungen prüfen, schrieb Stefanchuk auf Facebook weiter.Mehr ladenTickarooLive Blog Software