Während Mark Rutte im Weißen Haus die steigenden Verteidigungsausgaben der Nato-Mitglieder als politischen Erfolg präsentierte, sorgten einige Aussagen des Generalsekretärs im Nachgang für heftigen diplomatischen Streit.In einem Interview mit Fox News erklärte Rutte vergangene Woche, rund 500 US-Flugzeuge seien im Rahmen der Operation „Epic Fury“ von amerikanischen Militärstützpunkten in Italien gestartet. Die italienische Regierung hatte eine derart weitgehende Beteiligung bislang bestritten.

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Zudem erklärte Rutte, mehrere Nato-Mitgliedstaaten hätten den Vereinigten Staaten ihre Militärstützpunkte zur Verfügung gestellt. „Das bedeutet Tausende, zwischen 4000 und 5000 Flüge, die von europäischen Stützpunkten starten, um ‚Epic Fury‘ zu unterstützen“, sagte der Nato-Generalsekretär. Europa sei damit zu einer „Plattform für die Machtprojektion der Vereinigten Staaten“ geworden.

Die Aussagen lösten in Italien scharfe Reaktionen aus. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprach im Nachhinein von einer „sehr enthusiastischen Darstellung“ Ruttes. Das Verteidigungsministerium erklärte, Italien habe ausschließlich „technische und logistische Unterstützung“ genehmigt. Verteidigungsminister Guido Crosetto bezeichnete Ruttes Darstellung als „völlig falsch“ und warf ihm vor, genehmigte Unterstützungsflüge mit Kampfeinsätzen zu vermischen.