Im Juli 2020 kehrte der damalige italienische Premierminister Giuseppe Conte mit einer guten Nachricht aus Brüssel nach Rom zurück: Italien hatte knapp 200 Milliarden Euro aus dem Coronahilfsfonds der Europäischen Union, dem NextGenerationEU-Programm (NGEU), zugesprochen bekommen, so viel wie kein anderes Mitgliedsland der Europäischen Union. Die NGEU-Mittel sollten nicht nur der akuten Stützung der Wirtschaft dienen, sondern Investitionen in die digitale und ökologische Zukunftsfähigkeit ermöglichen. Ende Juni nun läuft das Programm aus. Es hat europaweit nicht nur Beifall gefunden, unter anderem hat der Europäische Rechnungshof 2024 den schleppenden Abfluss der Mittel kritisiert. Zeit für eine Bilanz: Hat Italien die gewaltige Summe, die ihm zur Verfügung stand, gut verwendet? War der Coronahilfsfonds ein Erfolg oder ein Fehlschlag?