Chinesische KI-Anwendungen sind in Sachen Cybersicherheit inzwischen genauso gut wie das führende Modell Mythos der US-Firma Anthropic, das berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider . Sicherheitsforscher hätten gegenüber der Zeitung erklärt, dass ein neues KI-Modell des chinesischen Unternehmens Zhipu AI (Z.ai) mit den US-Modellen mithalten könne, wenn es darum geht, Sicherheitslücken aufzuspüren. Bei anderen Aufgaben liege es jedoch weiterhin hinter den Produkten von Anthropic und OpenAI zurück.
Insgesamt gebe es immer weniger Leistungsunterschiede zwischen den führenden US-Modellen und denen chinesischer Unternehmen, so das „WSJ“. Viele Unternehmen nutzen der Zeitung zufolge inzwischen vermehrt chinesische KI-Systeme, da sie mit den ausufernden Kosten der US-Modelle zu kämpfen hätten. So prüfe Microsoft laut „WSJ“, ob man chinesische KI-Modelle auf seinen Plattformen anbieten könne.
Angriff auf Opus und Mythos Konkret handelt es sich bei der chinesischen KI von Z.ai um das Modell GLM-5.2. Es gehört bereits jetzt zu den zehn meistgenutzten KI-Modellen weltweit, berichtet das „WSJ“. In Tests des Cybersicherheitsunternehmens Semgrep habe GLM-5.2 teilweise sogar besser abgeschnitten als das im Mai veröffentlichte Modell Claude Opus 4.8 von Anthropic. Mit zusätzlichen Anweisungen erreichten sowohl Opus 4.8 als auch GLM-5.2 bei der Erkennung von Sicherheitslücken ein Leistungsniveau, das mit Anthropics Mythos vergleichbar war, heißt es im „WSJ“.














