Nach mehreren Muren in einem Tiroler Gebirgstal hat das österreichische Bundesheer rund 200 festsitzende Menschen mit dem Hubschrauber ausgeflogen. Zwei Helikopter standen am Montag im Einsatz, um die Ausflugstouristen aus dem Kaunertal zu bringen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.Es hatte am Sonntag so stark geregnet, dass drei Muren auf die Kaunertaler Gletscherstraße abgingen. Die Straße wurde von Geröll und Schlamm blockiert, wie die Behörden in Tirol mitteilten. Rund 200 Personen, die für Tagesausflüge in das Kaunertal gekommen waren, konnten deshalb das Gebiet nahe der italienischen Grenze nicht mehr verlassen. Sie mussten die Nacht in einer Hütte und einem Bergrestaurant verbringen.Rund zehn Menschen seien schon am Sonntag aus medizinischen Gründen ausgeflogen worden, sagte Elmar Rizzoli vom Tiroler Krisenzentrum der Deutschen Presse-Agentur. Bei den Murenabgängen wurde niemand verletzt. Das staatliche Meteorologie-Institut Geosphere Austria warnte vor weiteren Gewittern in Tirol, die auch Muren auslösen und Straßen und Schienen blockieren könnten.
Tirol: Touristen nach Murenabgang aus Kaunertal ausgeflogen
Nach starken Regenfällen blockieren Muren die Kaunertaler Gletscherstraße. Rund 200 Touristen müssen mit Hubschraubern ausgeflogen werden.










