Die Baukräne im Dresdner Norden sind seit Jahren kilometerweit zu sehen. Selbst nachts gehen hier kaum die Lichter aus. Das neuste Ergebnis kann sich jetzt sehen lassen: Am Donnerstag eröffnet Infineon dort sein viertes Fertigungsmodul für Halbleiter - drei Monate früher als geplant. Der Technologiekonzern mit Hauptsitz in München benötigte für Planung und Bau des neuen Moduls nur gut drei Jahre. Vier Milliarden investiert Infineon in den Ausbau der Dresdner Halbleiterproduktion, die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte. Weitere 920 Millionen Euro kommen aus öffentlichen Fördermitteln.
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) spricht von einem „Meilenstein“ – und zugleich von einem Warnsignal: Europa müsse bei den Rahmenbedingungen „besser und schneller“ werden. „Der Chips Act 2.0 ist eine Chance und ein Realitäts-Check. Wenn Sachsen in gut drei Jahren bauen kann, darf Brüssel nicht vorher eineinhalb Jahre für die Prüfung brauchen. Gerade in den Schlüsselindustrien des 21. Jahrhunderts müssen wir runter von der Bremse und Gas geben – damit wir als EU den internationalen Wettbewerb, gerade mit den USA und asiatischen Staaten, bestehen“, mahnt Panter.
Zwei Mitarbeiter zeigen im staubfreien Reinraum in Dresden gefertigte Halbleiter












