PfadnavigationHomeSportFußballWMStephen EustaquioDie Geschichte hinter den Tränen des kanadischen MatchwinnersStand: 11:09 UhrLesedauer: 2 MinutenDie kanadische Nationalmannschaft steht erstmals im Achtelfinale einer Weltmeisterschaft. Das entscheidende Tor gegen Südafrika fällt erst in der Nachspielzeit. Sehen Sie die Highlights der Partie hier im Video.Stephen Eustaquio schießt Kanada mit seinem sehenswerten Tor in der Nachspielzeit gegen Südafrika ins WM-Achtelfinale. Nach dem Spiel wird der Matchwinner emotional.Als Siegtorschütze für Kanada im Sechzehntelfinale erlebte Stephen Eustaquio den größten Moment seiner sportlichen Karriere. In Gedanken an seine Familie wurde der 29-Jährige dann emotional. Als ihn ein Interviewer nach dem 1:0 gegen Südafrika fragte, was ihm dieses Tor bedeute, nachdem er vor wenigen Jahren innerhalb kurzer Zeit seine Eltern verloren hatte, kamen Eustaquio die Tränen. Er hielt kurz die Hände vor das Gesicht.„Ich tue alles für meine Familie, meine Eltern, meine Freundin, meine Tochter, meinen Bruder, für meine Freunde daheim – für alle“, antwortete der Profi des FC Porto, der zuletzt an den Los Angeles FC ausgeliehen war.Eustaquios Mutter starb im April 2023 an den Folgen eines Hirntumors. „Sie hat sehr gelitten“, erzählte der Fußballer später und schilderte, was für eine schwere Zeit dies für die Familie und vor allem für seinen Vater war. Stephen Eustaquio erfuhr vom Tod seiner Mutter Esmeralda, unmittelbar nachdem er bei einem Spiel seines FC Porto ausgewechselt worden war.„Eltern schauen von irgendwo oben herunter“, sagt der TrainerDoch es kam noch schlimmer: Ein Jahr nach dem Tod seiner Mutter starb sein Vater Armando an einem Herzinfarkt, nur wenige Tage nach der Geburt von Stephen Eustaquios Tochter Benedita. Die Eltern konnten beim größten Fußballer-Moment ihres Sohnes, dem Siegtor für Kanada in der Nachspielzeit des Sechzehntelfinales, also nicht dabei sein. Schon die WM 2022 in Katar hatten beide vor Ort verpasst, weil die Mutter zu krank war.Dass nun ausgerechnet Eustaquio zum Tor-Helden wurde und Kanada den ersten K.-o.-Sieg bei einer WM bescherte, freute auch Trainer Jesse Marsch. „Vielleicht hat es Steph am meisten verdient, so einen Moment zu haben“, sagte der Auswahlcoach gegenüber Reportern. „Ich bin sehr glücklich für ihn, und ich glaube, von irgendwo oben schauen seine Eltern herunter.“step/dpa