Fatboy Slim bei einem Auftritt im Dezember 2025

Manchmal braucht es offenbar eine »wunderschöne Nacht in Japan«, um Ängste zu überwinden: So erging es nach eigener Aussage zumindest dem britischen Musiker Fatboy Slim, 62. Der DJ hat in der BBC-Radiosendung »Desert Island Discs« unlängst über seine Alkoholabhängigkeit gesprochen. Nach seinem Aufenthalt in einer Entzugsklinik habe er sich bei dem Gedanken, nüchtern aufzutreten, zunächst vor Angst wie gelähmt gefühlt, erzählte Norman Quentin Cook, wie Fatboy Slim mit bürgerlichem Namen heißt, in der Sendung.

Bei seinen ersten Shows nach dem Klinikaufenthalt habe er sich gefragt, was er eigentlich dort tue und sei total verkrampft gewesen. Zudem habe er sich viele Gedanken über die Reaktionen des Publikums gemacht. Dann aber habe es eine »wunderschöne Nacht in Japan« gegeben, die ihm geholfen habe, seine Ängste zu überwinden. Das Publikum dort sei »einfach unglaublich mitreißend« gewesen. Ihm sei klar geworden, dass es bei seiner Arbeit darum gehe, das Publikum glücklich zu machen.

Seine Alkoholsucht bezeichnete Fatboy Slim als Parasiten. Die Sucht wisse, »dass sie keinen Platz mehr zum Leben hat, wenn man aufhört, also wird sie einem Dinge antun, um einen bei sich zu halten«. Bei dem Musiker waren diese Dinge offenbar die Angst, nüchtern vor Publikum aufzutreten.