PfadnavigationHomeSportFußballWMDrama in der NachspielzeitAlgeriens Kapitän verteidigt sich für sein spätes Tor gegen ÖsterreichStand: 08:42 UhrLesedauer: 2 MinutenÖsterreich rettet sich in einer irren Partie in die K.-o.-Phase. In der Nachspielzeit geht Algerien plötzlich in Führung, Österreich ist raus – doch dann macht Kalajdzic das wahnwitzige Drama perfekt. Die Highlights im Video.Algerien und Österreich einigten sich beim Stand von 2:2 offenbar auf einen Nichtangriffspakt. Doch dann traf Riyad Mahrez spät zur Führung. Algeriens Kapitän äußert sich zum größten Drama der WM-Vorrunde.Es klingt fast wie eine Entschuldigung. Nach der dramatischen Nachspielzeit zwischen Algerien und Österreich (3:3) hat sich Algeriens Torschütze Riyad Mahrez zu seinem Treffer geäußert. Der Mittelfeldspieler traf in der 93. Minute zum zwischenzeitlichen 3:2. Er fühlte sich offenbar genötigt, sich dafür zu verteidigen, getroffen zu haben.Beim Stand von 2:2 hatten sich die Algerier kurz vor Schluss minutenlang den Ball passiv hin- und hergeschoben, während die Österreicher keine Anstalten machten, ernsthaft anzugreifen. Ein Unentschieden bedeutete nämlich für beide Teams den sicheren Einzug in das Sechzehntelfinale. Hätte es im abschließenden Gruppenspiel einen Verlierer gegeben, wäre dieses Team nach der Vorrunde ausgeschieden.Als das Spiel dem Ende entgegenplätscherte, wurde Mahrez mit einem überraschenden Steilpass in den Strafraum geschickt. Der 35-Jährige konnte gar nicht mehr anders, als den Ball zur 3:2-Führung ins österreichische Tor zu schießen. Ein Tor, das das Aus der Österreicher bedeutet hätte, aber auch nicht gut für Algerien war – bei einem Sieg wäre das Team im Sechzehntelfinale auf den Titelfavoriten Spanien getroffen.„Ich muss versuchen, ein Tor zu schießen“Dafür dass dieses Szenario nicht eintraf, sorgte Österreichs Sasa Kalajdzic, als er in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 3:3 traf. Während Algerien als Gruppendritter nun gegen die Schweiz spielt, trifft Österreich auf Spanien.Ein Szenario, das Mahrez mit seinem Tor beinahe verhindert hätte. Nach dem Spiel klang seine Erklärung wie eine Entschuldigung. „Ich weiß, es war ehrlich gesagt etwas unangenehm. Wir hatten den Ball und sie haben sich zurückgezogen. Aber in letzter Sekunde spielt jemand einen Ball in die Mitte. Da muss ich den Lauf machen. Ich muss den Fußball respektieren. Da muss ich treffen, ich muss versuchen, ein Tor zu schießen“, sagte Mahrez. So wie sie auch versucht hätten, ein Tor zu schießen: „Sie lagen in Führung. Sie führten mit 2:1. Ich weiß, dass es eine unangenehme Situation ist, aber so ist Fußball. Ich muss das respektieren. Das Gute ist – das Gute für sie ist – dass sie ein Tor schießen und sich qualifizieren. Wir qualifizieren uns beide, und das ist heute das Wichtigste.“step