PfadnavigationHomePanoramaKehlGroße Männergruppe aus Frankreich stürmt Freibad – Polizei räumt GeländeStand: 08:18 UhrLesedauer: 2 MinutenDer Eingang des Freibads in Kehl-AuenheimQuelle: picture alliance/dpa/Philipp von DitfurthEin Freibad an der deutsch-französischen Grenze wird zum Einsatzort der Polizei. Eine Gruppe von Männern drängt ohne Eintritt ins Schwimmbad, leert Mülleimer und ignoriert Anweisungen – am Ende steht die Räumung für alle Badegäste.Etwa 50 bis 60 Männer aus Frankreich sollen wiederholt versucht haben, ohne Eintritt zu bezahlen, in ein Freibad in Kehl an der Grenze zu Frankreich zu kommen. Die Polizei räumte daraufhin am Sonntag das Schwimmbad im Stadtteil Auenheim östlich von Straßburg, wie sie mitteilte. Die Gruppe soll demnach über den Außenzaun geklettert sein.Dabei sei es mehrfach zu verbalen Auseinandersetzungen mit dem Sicherheitspersonal gekommen. Zudem hätten die „Eindringlinge“ Mülleimer geleert und sich nicht an die geltenden Baderegeln gehalten, berichtet die Polizei. Der Sicherheitsdienst soll die Gruppe mehrfach der Örtlichkeit verwiesen haben, die Männer hätten den Anweisungen aber nicht Folge geleistet. Als die anrückende Polizei das Schwimmbad räumte, hätten die Störenfriede den Ort unerkannt verlassen. Weitere Details zu der Männergruppe nannten die Behörden bislang nicht. Bereits im vergangenen Jahr kam es zu Vorfällen mit Jugendlichen in dem Freibad. Daraufhin verschärfte die Stadt Kehl die Regeln. Beteiligte waren damals junge Besucher aus dem benachbarten Frankreich, neun von ihnen erhielten nach einer Auseinandersetzung Hausverbot, zudem kam es zu Polizeieinsätzen.Seither gilt ein neues Zugangskonzept: Eintrittskarten müssen in der Regel vorab online gekauft werden, ergänzt durch strengere Kontrollen am Zugang. Ein Badeverbot für ausländische Gäste schließt die Stadt ausdrücklich aus.Schweizer Bad erhöht Preise für AusländerFür Schlagzeilen sorgt auch immer wieder das Freibad in Pruntrut (frz. Porrentruy) im Schweizer Kanton Jura. Vergangenen Sommer erließen die Behörden hier ein Zutrittsverbot für ausländische Badegäste. Diesen Sommer müssen Gäste ohne Wohnsitz in der Schweiz oder ohne Schweizer Staatsbürgerschaft doppelt so viel Eintritt zahlen wie Einheimische. Lesen Sie auchPruntrut liegt nur wenige Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Nachdem Schwimmbäder in benachbarten Regionen Frankreichs zeitweise geschlossen worden waren, kamen im vergangenen Jahr vermehrt Jugendliche in die 6000-Einwohner-Stadt. Es kam wiederholt zu sexuellen Belästigungen junger Frauen, aggressivem Auftreten, Verstößen gegen die Badeordnung und Polizeieinsätzen wegen Gewalt.ll mit dpa