Der Tankrabatt ist nach Schätzung des Münchner ifo-Instituts nur teilweise bei den Verbrauchern angekommen. Für Diesel haben sie bis einschließlich 25. Juni nur eine Weitergabe von durchschnittlich 12 Cent pro Liter errechnet. Das wäre deutlich weniger als die 16,7 Cent, um die die Steuer gesenkt wurde.
Super E5 und Super E10 liegen mit einer errechneten Weitergabe von 17 und 16 Cent pro Liter dagegen sehr nah am Wert der Steuersenkung. „Damit wurde der Tankrabatt beim Superbenzin nahezu vollständig an die Autofahrer weitergegeben“, sagt Florian Neumeier, der stellvertretende Leiter des ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft.
Preise werden steigen
Anfang Juli sei durch das Auslaufen des Tankrabatts wieder mit steigenden Kraftstoffpreisen zu rechnen. Union und SPD hatten sich gegen eine Verlängerung des Tankrabatts entschieden und angekündigt, bei einem starken Preisanstieg schnell reagieren zu wollen. „Wie hoch es geht, wird vor allem von der Entwicklung des Ölpreises abhängen. Da dieser zuletzt gesunken ist, haben auch die Kraftstoffpreise nachgegeben“, sagt Ramona Schmid vom ifo-Institut.
Dennoch ist es nach Ansicht der Forscher richtig, dass der Tankrabatt ausläuft. Mit Kosten von 1,6 Milliarden Euro sei die Maßnahme teuer gewesen. „Die unvollständige Weitergabe beim Diesel bedeutet, dass ein Teil davon bei den Mineralölkonzernen gelandet ist“, sagt Doktorand Christian Gréus. Sollte es zwischen den USA und dem Iran tatsächlich zu einer Einigung kommen, dürften sich die Kraftstoffpreise ohnehin wieder normalisieren.











