Bereits im Juni 2025 hatte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zur Stärkung der Abwehr von Cyberangriffen einen Cyberdome für Deutschland gefordert. Doch auch ein Jahr später ist selbst in Fachkreisen wenig Konkretes bekannt, wie der Cyberdome ausgestaltet sein soll.
Erst Ende dieses Jahres plant das Bundesinnenministerium (BMI) ein Realisierungskonzept vorzulegen. Etwas Licht ins Dunkel sollte nun ein Panel auf der Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit am Hasso-Plattner-Institut bringen.
Im März 2026 hatte das BSI die operative Umsetzung der Strategie vorangetrieben, indem eine erweiterte Datensensorik in den IT-Systemen von zehn Bundesländern Anomalien in Echtzeit erkennen soll. „Der Cyberdome muss der verschärften Bedrohungslage technologieneutral für die Zukunft Rechnung tragen und nicht nur für die nächsten zwei Jahre. Wir brauchen daher ein offenes Konzept“, sagte Andreas Reisen, Referatsleiter für Cybersicherheit und Leiter der Arbeitsgruppe Cyberdome im BMI, auf der Potsdamer Podiumsdiskussion. Er wolle „mit dem Gerücht aufräumen, man stelle ein IT-System ins BSI nach dem Vorbild eines anderen Staates“, sondern „es ist ein Programm, das ein offenes Ökosystem realisiert, das auf maximale Automatisierung setzt“.






