PfadnavigationHomeSportHockey50 Grad auf dem Platz„Ich finde das ein bisschen unmenschlich“, sagt der Hockey-WeltmeisterStand: 19:35 UhrLesedauer: 2 MinutenAuch am Sonntag hat die Hitzewelle Deutschland weiter im Griff. Erneut könnte der Temperaturrekord geknackt werden. Am Abend drohen vielerorts heftige Gewitter. Reporterin Marie Lipinsky berichtet.Trotz der Rekordhitze finden in Berlin die Hockey-Länderspiele der Pro League statt. Bei 50 Grad auf dem Platz müssen die Spieler und Spielerinnen ran. Nicht jedem gefällt das.Die deutschen Hockey-Herren haben bei 50 Grad auf dem Kunstrasen in Berlin mit 2:5 (1:2) gegen Spanien verloren und beendeten die FIH Pro League-Saison auf Platz sechs. Für den Welt- und Europameister war es nach zuvor drei Siegen die erste Niederlage. Aufgrund der extremen Temperaturen wurden die Partien statt in Vierteln in Achteln à siebeneinhalb Minuten gespielt. Nach der Begegnung kritisierten die Hockey-Herren die Spielansetzung in der glühenden Mittagshitze. Der übertragende Sender MagentaTV maß in der Halbzeit die Temperatur, das Thermometer zeigte 50 Grad in der Sonne. Auch beim anschließenden Spiel der Frauennationalmannschaft gegen China war es nicht kühler.„Ich finde das ein bisschen unmenschlich. Ich weiß, dass da viele Faktoren eine Rolle spielen, aber uns bei diesen Temperaturen auf den Platz zu schicken, ist schon hart“, sagte Weltmeister Christopher Rühr. Dem stimmte Kapitän Thies Prinz zu: „Ich weiß nicht, ob das der Sinn der Sache ist, sowohl für die Sportler als auch für die Zuschauer.“ Das Publikum auf der nicht überdachten Haupttribüne wurde während der Partien von den Angestellten des Deutschen Hockey-Bundes sogar mit Eiswürfeln versorgt. Pro League dient als wertvolle WM-VorbereitungDie Hockey-Damen beendeten ihre siebte Saison in der FIH Pro League mit vier Heimsiegen in Berlin noch auf Platz fünf. Die Gastgeberinnen gewannen zum Abschluss dank einer starken Schlussoffensive mit 5:1 (0:0) gegen China. Für die Damen und Herren war das Heimturnier der letzte große Test vor der Weltmeisterschaft im kommenden August in Belgien und den Niederlanden. Am Samstag hatten die Herren – ebenfalls bei Temperaturen weit jenseits der 30 Grad – nach einem 4:4 in der regulären Spielzeit Argentinien mit 2:1 im Shootout besiegt. Die Damen gewannen bereits am Freitagabend mit 3:1 gegen Irland.step