Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 26/2026.
Als die Hälfte seines Arbeitsjahres hinter ihm liegt, sagt Wang Yunfei zwei Sätze, die seine Lage ganz gut zusammenfassen. »Das Land entwickelt sich. Und dafür müssen viele Menschen in Bewegung sein.«
Wang, inzwischen 28 Jahre alt, ist ein drahtiger Typ, kurzhaarig, pockennarbig, nicht sehr groß. Meist lächelt er, dann wirkt er fast wie ein Kind. Lächelt er nicht, sieht er schlagartig älter aus. Und müder. Wie jemand, der mal eine Pause bräuchte.
Wang ist verheiratet, er hat eine Tochter. Zweieinhalb Jahre alt war sie, als er sie das letzte Mal gesehen hat. Beim Neujahrsfest war das, als im chinesischen Mondkalender das Jahr des Pferdes begann. Dreieinhalb wird die Tochter sein, wenn Wang sie wiedersieht, beim nächsten Neujahrsfest, an der Schwelle zum Ziegenjahr.








