So viel Elend und Jammer, so viel Trauer und Wut waren selten. Wer die vergangenen fünf Tage in Klagenfurt den Bachmannpreis im Studio oder vor der Leinwand im Garten des ORF-Gebäudes verfolgte, wurde mit einer Portion Schwermut versorgt, die ausreicht, um für den Rest des Sommers nicht mehr fröhlich zu werden. Wie jedes Jahr lasen 14 Schriftstellerinnen und Schriftsteller einen unveröffentlichten Text von etwa 30 Minuten Länge, und danach diskutierte die siebenköpfige Jury in Anwesenheit des »Opfers«, also des oder der Vortragenden, ob das literarische Erzeugnis etwas taugt.