Die Autorin Lena Schätte hat im österreichischen Klagenfurt den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Das teilte die Jury mit.Die Auszeichnung der Stadt Klagenfurt ist dieses Jahr mit 30.000 Euro dotiert. Die 32-jährige Schätte gewann das Wettlesen mit ihrem Text »Was wir tragen«, in dem sie berührend, aber auch schonungslos die Freundschaft zwischen zwei übergewichtigen Hauptschülerinnen schildert, die sich als soziale Außenseiterinnen durchs Leben schlagen. Schätte erhielt auch den Publikumspreis.
Der Text sei von »existenzieller Wucht«, sagte Juror Thomas Strässle in seiner Laudatio. Schätte schaffe es, das Thema Ausgrenzung ohne Anklage oder Belehrung zu behandeln. »Es ist ein Fiebertraum«, sagte die Autorin in einer ersten Reaktion zu ihrem Sieg.Kelag-Preis für ungarische Poetin und Performancekünstlerin2014 ist Schättes Roman »Ruhrpottliebe« erschienen, danach arbeitete sie als Psychiatriekrankenschwester im Ruhrgebiet. 2020 begann sie ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Mit ihrem Roman »Das Schwarz an den Händen meines Vaters«, der im vergangenen Jahr erschienen ist, wurde sie bekannt, das Buch wurde mehrfach ausgezeichnet. Die Autorin aus Nordrhein-Westfalen setzte sich bei den 50. Tagen der deutschsprachigen Literatur nun gegen 13 Mitbewerber durch.











