PfadnavigationHomePolitikAuslandFrüherer PolizistTrump nominiert neuen Chef der umstrittenen ICE-BehördeStand: 01:47 UhrLesedauer: 2 MinutenUS-Präsident Donald Trump Quelle: AP Photo/Mark SchiefelbeinDonald Trump hat einen neuen Chef für die Einwanderungs- und Zollbehörde ICE gefunden. Der neue Mann bringt laut dem US-Präsidenten „jahrzehntelange Erfahrung bei der Inhaftierung der schlimmsten Kriminellen“ mit.US-Präsident Donald Trump hat einen früheren Polizisten zum neuen Chef der umstrittenen US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) nominiert. Er habe „das große Vergnügen“, Lance Schroyer zum ICE-Direktor zu nominieren, erklärte Trump am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Schroyer sei ein früherer Polizist aus dem Bundesstaat Oklahoma und ehemaliger Marineinfanterist mit „jahrzehntelanger Erfahrung bei der Inhaftierung der schlimmsten Kriminellen“.Schroyer ist derzeit Berater von Heimatschutzminister Markwayne Mullin. Er soll Todd Lyons nachfolgen, den Trump im März 2025 kommissarisch an die Spitze der ICE berufen hatte. Lyons verließ den Posten im Mai 2026, wenige Wochen nach der Entlassung der früheren Heimatschutzministerin Kristi Noem.Mullin begrüßte die Nominierung. Schroyer werde eine zentrale Rolle dabei spielen, Trump zu helfen, „irreguläre Einwanderer ins Visier zu nehmen, festzunehmen und abzuschieben“, schrieb der Minister im Onlinedienst X.Die Nominierung Schroyers muss eigentlich vom Senat bestätigt werden. Allerdings werden alle ICE-Direktoren seit 2017 nur kommissarisch ernannt. Seit Dezember 2014 sei kein ICE-Direktor mehr vom Senat bestätigt worden, erklärte Mullin. „Der Senat muss die Nominierung von Lance Schroyer schnell bestätigen.“Die ICE spielt eine zentrale Rolle bei Trumps verschärftem Vorgehen gegen irreguläre Einwanderung. Die Behörde steht in den USA wegen ihrer Festnahmen und Abschiebungen sowie wegen ihrer aus Sicht von Kritikern brutalen Methoden unter massivem Druck. Die frühere Heimatschutzministerin Noem war nach tödlichen Schüssen von Bundesbeamten auf zwei US-Bürger in Minneapolis von Trump entlassen worden.AFP/luwi