PfadnavigationHomePolitikAuslandNeuer Vergeltungsschlag„Sollte das geschehen, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren“, droht TrumpStand: 01:28 UhrLesedauer: 2 MinutenEin Flugzeug des US-Militärs (Symbolbild)Quelle: Uncredited/US Central Command/dpaDas US-Militär greift nach dem iranischen Angriff auf ein Frachtschiff zum zweiten Mal Ziele im Iran an. Donald Trump begründet die Attacken mit Verstößen gegen das Abkommen über einen Waffenstillstand. Er spricht eine Drohung aus.US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erneut einen Vergeltungsschlag gegen den Iran verübt. Mehrere Ziele – darunter Luftabwehrstellungen, Raketen- und Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur – seien angegriffen worden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Es handle sich um eine „direkte Reaktion auf die anhaltenden iranischen Angriffe auf die Handelsschifffahrt“, erklärte Centcom. Die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus gehe ungeachtet der Angriffe weiter.Auch Donald Trump bestätigte die Angriffe. Er begründete diese auf seiner Plattform Truth Social damit, dass der Iran „schon WIEDER! – gegen das Waffenstillstandsabkommen verstoßen“ habe. Der US-Präsident zweifelte in seinem Post an der Lernfähigkeit des Iran – und sprach eine neue Drohung aus. „Es könnte ein Punkt kommen, an dem wir nicht mehr in der Lage sind, vernünftig zu bleiben, und gezwungen sein werden, das Werk, das wir sehr erfolgreich begonnen haben, militärisch zu vollenden. Sollte das geschehen, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren!“, schrieb Trump.Es war der zweite US-Angriff auf den Iran seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den beiden Ländern Mitte Juni. Erst in der Nacht zum Samstag hatten die USA gemeldet, iranische Raketen- und Drohnenlagerstätten sowie küstennahe Radaranlagen aus der Luft angegriffen zu haben – als Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag.Lesen Sie auchAm Samstag hatte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mitgeteilt, dass ein Frachtschiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Die genauen Hintergründe dieses Vorfalls blieben aber zunächst unklar. Laut der „New York Times“, die sich auf einen US-Beamten berief, handelte es sich bei dem Schiff um die unter panamaischer Flagge fahrende „Kiku“. Der Tanker sei am Donnerstag in Katar ausgelaufen und auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate gewesen.Der staatliche iranische Rundfunk Irib berichtete unter Berufung auf Militärkreise von Explosionen nahe der Stadt Sirik sowie auf der Insel Keschm an der Straße von Hormus. Dabei seien ein Sendeturm und ein Dorf getroffen worden. Die Angaben lassen sich zunächst nicht überprüfen.dpa/AFP/rtr/luwi