Zehntausende Menschen werden vermisstAm dritten Tag nach den verheerenden Erdbeben ist der Verbleib von Zehntausenden Menschen in Venezuela weiterhin unklar. Besonders im Bundesstaat La Guaira, aber auch in der Hauptstadt Caracas hatten die Beben erhebliche Zerstörung verursacht. Teils wurden ganze Strassenzüge von Hochhäusern dem Erdboden gleichgemacht.La Guiara nach den Erdbeben.Edilzon Gamez / Getty Images430 Nachbeben seit MittwochNach den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwoch habe es 430 Nachbeben gegeben, teilt der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mit.Zahl der Toten steigt auf über 1400Die Zahl der Todesopfer der schweren Erdbeben in Venezuela ist auf 1430 gestiegen. Das teilte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mit.Nach seinen Angaben wurden zudem 3200 Menschen verletzt. Rund 3100 Menschen verloren durch die Katastrophe ihr Zuhause.Ein Mann steht auf den Trümmern eines Hauses und schaut in den Himmel. Ronald Pena /EPASatellitenbilder zeigen das Ausmass der ZerstörungVorher-Nachher-Bilder der stark getroffenen Küstenstadt Catia La Mar zeigen, wie stark die Zerstörung ist. Die Aufnahmen stammen vom 27. Februar und 26. Juni 2026.1600 ausländische Rettungskräfte eingetroffenNach Regierungsangaben sinhd mehr als 1600 ausländische Rettungskräfte zur Suche nach Überlebenden eingetroffen. Insgesamt wurden 17 Flüge mit Helfern registriert, weitere Einsätze aus zehn Ländern werden erwartet.Die Behörden verschärften zugleich die Zugangsbeschränkungen zum besonders betroffenen Bundesstaat La Guaira. Die Verbindungsstrasse nach Caracas wurde für den zivilen Verkehr weitgehend gesperrt, um Rettungseinsätze zu erleichtern.Suche nach Überlebenden steht vor kritischer PhaseVenezuela steht nach den verheerenden Erdbeben vor entscheidenden Stunden bei der Rettung von Überlebenden. Das sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez mit Blick auf den dritten Tag der Suche nach unter Trümmern verschütteten Menschen. «Es sind kritische Stunden für die Rettung von Leben», sagte die Staatschefin. Experten gehen davon aus, dass die Überlebenschancen der Vermissten und Verschütteten nach 72 Stunden stark sinken. Ein Hund hilft bei der Suche nach Vermissten in La Guaira.Gaby Oraa/ReutersTrump telefoniert mit Venezuelas PräsidentinVenezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez hat zwei Tage nach dem schweren Doppel-Erdbeben in dem südamerikanischen Land mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Trump und US-Aussenminister Marco Rubio hätten angerufen und ihr die Unterstützung der USA für Venezuela angesichts der Katastrophe zugesichert, schrieb Rodríguez auf der Plattform X. Die USA hätten die Entsendung von Rettungskräften, Spezialausrüstung, Unterstützung für Notunterkünfte und humanitäre Hilfe zugesagt. «Wir sind zutiefst dankbar für diese Geste der Freundschaft und Zusammenarbeit», schrieb die Staatschefin. Ölforderung durch Beben wohl nicht beeinträchtigtDie Ölförderung Venezuelas laufe trotz der Beben weiter, sagt die Energieministerin Paula Henao in einem Radiointerview. Die Fördermenge sei nicht beeinträchtigt worden. Die Versorgung des Landes mit Gas und Kraftstoff sei gesichert. Die Behörden seien daran, die Lagerbestände zu prüfen, so die Ministerin.Zahl der Toten nach Erdbeben in Venezuela auf 920 gestiegenNach den Erdbeben in Venezuela steigt die Zahl der Opfer, während die Angehörigen von Vermissten fieberhaft nach ihnen unter den Trümmern und übers Internet suchen. Am zweiten Tag nach der Erdbebenkatastrophe liegt die offizielle Zahl der Toten bei 920. Zudem seien 3300 Menschen verletzt worden, teilte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mit.Auf einem für die Suche von Vermissten eingerichteten Internetportal sind rund 50 000 Meldungen eingegangen. Auf der inoffiziellen Seite können Angehörige und Bekannte Fotos der vermissten Personen mit Informationen hochladen. Die Daten lassen sich jedoch nicht verifizieren. Noch immer werden jedoch sehr viele Menschen unter Trümmern vermutet. Internationale Suchtrupps schliessen sich den Rettungsarbeiten ein.Venezolanisches Staatsfernsehen zeigt Ankunft von Rettungskräften aus der Schweiz und DeutschlandDas venezolanische Staatsfernsehen überträgt die Ankunft von Rettungskräften aus der Schweiz und Deutschland.