PfadnavigationHomePolitikAuslandVor Nato-Gipfel in AnkaraRazzien bei Lehrern und Journalisten – 178 Menschen in der Türkei in UntersuchungshaftStand: 19:39 UhrAnwohner gehen am Freitag an Werbetafeln mit den Slogans „Schlüssel zum Frieden“ und „Schlüssel zur Sicherheit“ vorbei, die im Vorfeld des Nato-Gipfels in Ankara aufgestellt wurdenQuelle: ADEM ALTAN/AFPAm 7. und 8. Juli findet der Nato-Gipfel in Ankara statt. Im Vorfeld ist es nun zu hunderten Festnahmen gekommen. Die Razzien betrafen Lehrer, Gewerkschafter oder Journalisten – wegen Terrorismusvorwürfen.Vor dem Nato-Gipfel in Ankara sind in der Türkei 178 Menschen wegen Terrorismusvorwürfen in Untersuchungshaft genommen worden. Dies teilte am Samstag die Staatsanwaltschaft der türkischen Hauptstadt mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Die Verhaftungen folgten auf eine Serie von Razzien in den vergangenen Tagen. Dabei wurden laut der Staatsanwaltschaft insgesamt 225 Menschen festgenommen, gegen 178 von ihnen wurde Untersuchungshaft verfügt.Die türkische Menschenrechtsgruppe MLSA hatte am Freitag mitgeteilt, bei den Razzien seien Journalisten, Akademiker, Rechtsanwälte, Gewerkschafter, Lehrer, Studenten und andere Vertreter der Zivilgesellschaft festgenommen worden.Lesen Sie auchUnter jenen, die in U-Haft genommen wurden, sind der Chefredakteur der für die Rechte sexueller Minderheiten eintretenden Zeitschrift „Kaos GL“, Yildiz Tar, die Wirtschaftsprofessorin Emel Memis von der Universität Ankara und der Aktivist Nevzat Özer von der Umweltstiftung Tema.Die Umweltaktivisten seien im Polizeiverhör gefragt worden, ob sie Mitglied der verbotenen kommunistischen Partei TKP/ML seien, sie Decknamen benutzten oder an der Waffe ausgebildet worden seien, teilte MLSA mit.Lesen Sie auchDer Nato-Gipfel findet am 7. und 8. Juli in Ankara statt. Zu dem Treffen werden Staats- und Regierungschefs der 32 Nato-Mitgliedstaaten erwartet, darunter US-Präsident Donald Trump.AFP/doli